Es sind derzeit die Fachverlage, bei denen die Musik spielt. Beleg dafür: Für die Rekordsumme von 5,6 Milliarden Dollar (also rd. 12,5 Milliarden Mark) hat der britisch-niederländische Fachinformationskonzern Reed Elsevier den US-Fachverlag Harcourt General gekauft. Reed Elsevier wird aber einen großen Teil des Unternehmens an den kanadischen Wettbewerber Thomson Corporation weitergeben, der dafür mehr als zwei Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Mark) zahlen will. Reed Elesevier wird dadurch zum weltweit größten Anbieter im Segment Wissenschaft / Technik / Medizin. Harcourt General allein gehört mit einem Jahresumsatz von rund 4,3 Milliarden Mark zu den größten Verlagshäusern der Welt. Der Verlag war 1991 nach dem Kauf des Verlags Harcourt Brace durch den Pepsi-Abfüller General Cinema Beverages entstanden, sollte aber schon länger wegen enttäuschender Entwicklung des Aktienkurses verkauft werden. Elsevier hat sich sichtlich über den exorbitanten Preis gegen die anderen Interessenten Thomson Corporation, Wolters Kluwer und Bertelsmann Springer durchgesetzt. Die großen US-Fachverlage Pearson und McGraw Hill durften aus kartellrechtlichen Gründen ausgeschlossen nicht mitbieten.
Zum Umfeld des Buchhandels: Der EHI-Handelsmonitor zu Filialbewegungen
Der stationäre Einzelhandel durchläuft derzeit eine tiefgreifende Transformation. Innenstädte entwickeln sich weiter, Filialnetze verändern sich und neue Player kommen auf den Markt, während andere Vertriebslinien verschwinden. Der erstmals erscheinende „Handelsmonitor