Die Gerüchte, dass nach dem Ausscheiden von Frank Wössner auch an der Struktur der Bertelsmann Buch AG gefeilt werden würde, haben in diesen Tagen konkrete Nahrung bekommen. Zwar gibt es immer noch keine offizielle Stellungnahme aus der Münchener Chefetage, aber die Fakten sprechen für sich: Seit einigen Tagen mischt Peter Olson, Chef der New Yorker Verlage Random House und Bantam/Doubleday schon kräftig im Konzernvorstand mit. Zwar sitzt Frank Wössner noch offiziell bis zum April nächsten Jahres auf dem Stuhl, den Olson als designierter Nachfolger dann einnehmen soll, dennoch hat der New Yorker „Gast“ bereits erste Veränderungen veranlasst. So hat er Dr. Theo Schäfer, seit 1992 Mitglied der Geschäftsleitung des Bertelsmann Clubs, in die neu geschaffene Position des „Senior Vice President“ von Rheda Wiedenbrück nach München gerufen. Der englische Titel, hinter der sich die Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit für die deutschsprachigen Bertelsmann Verlage verbirgt, zeigt schon, wohin Olson das Konzernschiff lenken will: Um dem Buchbereich einen stärkeren internationalen Auftritt zu verschaffen, wird die Bertelsmann Buch AG demnächst unter dem Namen Random House firmieren. Firmensitz ist damit logischerweise nicht mehr München, sondern New York. Für den deutschen Markt soll die Namensänderung allerdings keine Konsequenzen haben. Alle Bertelsmann-Verlage behalten ihre Identität, werden aber direkt nach New York berichten müssen.
Vorgeblättert: Bücher und Autor:innen in der ZEIT und im Freitag
Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen? Der Freitag Ausgabe 11: 8 Seiten Literatur zur Buchmesse „Das W war der Endgegner“. Der Kulturjournalist David Hugendick