Die Last-Minute-Attacke auf die österreichische Preisbindung (s. Meldung vom 25.5.) hat den Hauptverband des österreichischen Buchhandels kalt erwischt. „Wir hatten mit einer solchen Klausel nicht gerechnet und wurden äußerst kurzfristig informiert“, beklagt sich Verbands-Geschäftsführerin Dr. Inge Kralupper. Jetzt zieht der Verband alle Register, „um den Politikern deutlich zu machen, dass das Gesetz die ursprüngliche Intention – den Schutz der kleineren und mittleren Buchhandlungen – nicht ins Gegenteil verkehren darf“. Der Verband spricht momentan weit mehr Politiker an als zuvor. „Und wir sind optimistisch, sie zu überzeugen.“ Ausser branchen- und kulturpolitischen Aspekten sieht man auch aussenpolitische: Der im negativen Fall drohende Konflikt mit Deutschland und anderen Ländern passe überhaupt nicht in die aktuelle politische Situation Österreichs.
Bücher und Autorinnen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
Um diese Buchgeschichten geht es in der kommenden Ausgabe der „FAS“: