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Verlagsgruppe Econ Ullstein List löst die Beteiligung des ÖBV an Bucher

„Der Bildbandverlag C.J. Bucher „Keimzelle“ des Münchener Verlagshauses Goethestraße (heute Econ Ullstein List), ist wieder 100-prozentige Tochter der Gruppe. Rückwirkend zum 1.1.2000 wurden die 40 % Anteile zurückgekauft, die der österreichische Bundesverlag ÖBV 1996 (zusammen mit 40 % am List Verlag) erworben hatte.Der Rückkauf war von Seiten des verlegerischen Geschäftsführers in München, Christian Strasser, zwar nicht geplant, aber stets „ein heimlicher Wunsch“ gewesen. Immerhin war Bucher der erste Verlag, den er vor 10 Jahren erworben hatte. Inzwischen ist seine Gruppe 19 Verlage stark, wenn auch nicht mehr sein Eigentum – seit 1998 ist sie unter dem Dach des Axel Springer Konzerns angesiedelt. Mit Bucher gehört nun auch der letzte Verlag vollständig zum Münchener Haus; List wurde schon vor zwei Jahren komplett zurückgekauft. Für den ÖBV wiederum machte im Zuge der eigenen Neuordnung (Residenz, Schulbuchverlage) die Minderheitsbeteiligung an Bucher keinen Sinn mehr. 1996, als die österreichische Verlagsgruppe nach einem deutschen Vertriebsstandbein suchte, war das noch anders: Das Bündnis erfolgte seinerzeit nach dem do ut des-Prinzip: Der ÖBV verschaffte Strasser mit seinem Einstieg bei Bucher und List die nötige Liquidität für weitere Zukäufe, im Gegenzug übernahm die Goethestraße den Deutschlandvertrieb für die Verlage Brandstätter und Deuticke. An dieser Vertriebskooperation wird auch künftig unverändert festgehalten, heißt es aus München.“

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