Zeitgleich mit dem Umzug der Deutschen Verlagsanstalt von Stuttgart nach München stärkt die Verlagsgruppe Ernst Klett (Umsatz 330 Mio. Mark) in der schwäbischen Landeshauptstadt ihre Position im Bereich Sachbuch und Regionalia: Rückwirkend seit Jahresbeginn sind die Stuttgarter mit 60% am Freiburger Belchen Verlag beteiligt, Gründer und Inhaber Peter Modler hält die restlichen 40% und bleibt Verleger.Modler, ehemals Chef der Verlage Rombach und Herder, gründete den Belchen Verlag (benannt nach dem gleichnamigen Berg bei Freiburg) vor zwei Jahren. Programmschwerpunkt sind bis heute unkonventionelle Sachbuch-Regionalia für die Bereiche Baden-Württemberg und Schweiz. Mit kritischen und satirischen Titeln wie „Stuttgart unter den Nazis“ und „Das Böse Buch fürs Ländle“ positionierte sich Belchen rasch als schräge und freche Variante der Heimatkundeverlage. Mit der Anbindung an die Stuttgarter Verlagsgruppe will der Verleger jetzt Kapazitäten schaffen, um sein Programm-Modell schon kommenden Herbst bundesweit auszudehnen. „Aus eigener Kraft“, so Modler, sei das nicht möglich gewesen. Verlagssitz bleibt Freiburg, den komplette Vertrieb übernehmen die Stuttgarter. Mit der jüngsten Übernahme und der im März startenden Neugründung Hohenheim Verlag (s. BM 2/00, S. will Klett den Bereich modernes Sachbuch stärken. Beide Neuzugänge stehen u.a. für aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft.
Vorgeblättert: Bücher und Autor:innen im Freitag
Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen? Der Freitag Ausgabe 5: Die Präzision einer guten Pointe. Ein Verlag macht die vergessene







