Dr. Christoph Selzer übernimmt Lektorat für Geschichte und Politik / Michael Werner in den Ruhestand verabschiedet

Dr. Christoph Selzer

Ab 1. Oktober führt Dr. Christoph Selzer das Lektorat Geschichte und Politik im Verlag Ferdinand Schöningh. Selzer, der in den letzten zehn Jahren die Programmleitung für Geschichte und Kulturwissenschaft im Verlag Klett-Cotta (Stuttgart) innehatte, löst Michael Werner ab, den der Verlag nach drei Jahrzehnten „hervorragender Verlagsarbeit in seinen wohlverdienten Ruhestand“ verabschiedet, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Darin wird Werners Arbeit gewürdigt: „In drei Jahrzehnten baute Werner eines der profiliertesten unter den einschlägigen Verlagsprogrammen in Deutschland auf, legte dabei den Schwerpunkt auf die Zeitgeschichte, setzte aber auch die traditionellen Bereiche des Hauses, wie etwa die Alte Geschichte oder die Geschichte des politischen Katholizismus, aktiv fort und ergänzte sie um das Mittelalter und die Neuzeit. Seit einigen Jahren steht zudem die Publikation von Biographien herausragender Figuren der Geschichte und der Politik im Mittelpunkt des Verlagsinteresses. Werner wird dem Verlag auch nach dem 31. Oktober in beratender Funktion verbunden bleiben.“ Privat wolle er sich stärker seinem Hobby, dem Jazz und dem Paderborner Jazz-Club, widmen.

Michael Werner

„Dr. Christoph Selzer (Jg. 1962) war für den Verlag erste Wahl. Er ist nicht nur ein ausgewiesen hervorragender Lektor für Geschichte in einem großen Publikumsverlag, sondern auch Dozent für Geschichte. Er kann also nicht nur aus seiner langjährigen Erfahrung im Verlagswesen schöpfen, Herr Dr. Selzer überblickt auch die fachinterne Diskussion, was für Schöningh als wissenschaftlichem Verlag von entscheidender Bedeutung ist“, erklärt Prof. Dr. Raimar Zons, Leiter des Verlags Ferdinand Schöningh.

Dr. Selzer erhofft sich vom Wechsel zu Schöningh nach beinahe 10 Jahren bei Klett-Cotta eine neue reizvolle Aufgabe. „Gerade Schöningh bietet ein hervorragendes publizistisches Umfeld für jeden Programmmacher, dem das historische Fach- und Sachbuch besonders angelegen ist“, sagt er.

Im Zuge der Neubesetzung soll das Programm in der Tiefe und Breite bei methodischer Offenheit weiter gestärkt und ausgebaut werden. Gleichzeitig will sich der Paderborner Familienverlag intensiver als bisher dem publikumsnahen Sachbuch zuwenden, das sich an eine breite, an historischen Themen und Stoffen interessierte Leserschaft richtet. Dr. Selzers angelsächsisch geprägte Charakterisierung eines guten Geschichtsbuchs passt zu diesem Vorhaben: „Geschichte ist auch Literatur, die große Erzählung begeistert nach wie vor die Leser. Doch dies sollte nicht auf Kosten der Theorie und der Methode gehen. Intellektuellen Genuss bieten in der Regel Bücher, die die Balance zwischen Narration und Analyse beziehungsweise Reflexion halten.“

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