Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und wird Karl May modernisiert?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Kalt und brillant“: der neue Ernst-Wilhelm Händler-Roman Welt aus Glas (FVA). Sabine Franke rezensiert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Karl-May-Gesellschaft tagt und überlegt, wie man dem rapiden Leserschwund begegnen kann. Modernisierte Fassungen? Urheberrechtsfrei wäre die sächsische Plaudertasche ja…

Michael Borgolte bespricht Rolf Schneiders Das Mittelalter (Rowohlt).

Ausgewählte Gedichte gibt es von Patricia Cavalli unter dem Titel Diese schönen Tage (Edition Lyrik-Kabinett bei Hanser).

Annotationen
Arthur I. Miller Deciphering the Cosmic Number (W.W. Norton) und Sue Halpern Memory! (dtv).

Die Welt

Interview mit Dietmar Dath, von dem es gleich zwei neue Romane gibt: Sämmtliche Gedichte (Suhrkamp) und Sie schläft (Edition Phantasia).

Das PEN-Zentrum protestiert gegen das US-Einreiseverbot von KD Wolff.

Süddeutsche Zeitung

„Pippi Langstrumpf unseres Jahrhunderts“: Fritz Göttler hat sich die Verfilmung von Stieg Larssons Erfolgsroman Verblendung (Heyne) angesehen: Ein kleiner Film über den Hass.
Und Christine Dössel fragt, woher der unerwartete, immer noch wachsende Bucherfolg der düsteren „Millennium“-Trilogie des verstorbenen Larsson kommt?

Lothar Müller über Robinson Crusoe und den Jahrestag seiner Ankunft auf der Insel, der zugleich sein Geburtstag ist.

In Einführung in die Anti-Philosophie (Carl Hanser) begutachtet Boris Groys die Meisterdenker. Matthias Kross nennt das Buch einen erhellenden Testbericht und ein intellektueller Genuss.

Das Buch Traumpfade der Weltrevolution. Das Guevara-Projekt (KiWi) des Historikers Gerd Koenen wurde zum besten historischen Buch des Jahres von der Zeitschrift Damals gewählt.

Reinhard Jirgl erhält den mit 7500 Euro dotierten Leon-Feuchtwanger-Preis der Akademie der Künste.

Kurz vor seinem 100. Geburtstag ist der spanische Dichter Jose Muñoz Rojas gestorben, der zum Umkreis der Dichtergruppe der „Generation 27“ gehörte.

Sachbücher des Monats Oktober:
1. Maggie Black/Jannet King: Der Wasseratlas. Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens, Europäische Verlagsanstalt
2.-3. Paul Collier: Gefährliche Wahl. Wie Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde gelingen kann, W.J. Siedler
Volker Zastrow: Die Vier, Rowohlt
4. Walter Franz: Charismatiker und Effizienzen. Porträts aus 60 Jahren Bundesrepublik, Suhrkamp
5. Claus Leggewie/Harald Welzer: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie, S. Fischer
6. Arno Borst: Meine Geschichte. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Gustav Seibt, Libelle
7. Norbert Miller: Die ungeheure Gewalt der Musik. Goethe und seine Komponisten, Carl Hanser
8. Adolph Menzel: Briefe. 1830 bis 1905, Deutscher Kunstverlag
9.-10. Volker Meid: Geschichte der deutschen Literatur. Band 5: Die deutsche Literatur im Zeitalter des Barocks. Vom Späthumanismus zur Frühaufklärung, C.H. Beck
Volker Reinhardt: Die Tyrannei der Tugend. Calvin und die Reformation in Genf, C.H. Beck
Besondere Empfehlung: Michael Maar: Proust Pharao, Berenberg

NZZ

„Texturen der Stadt“: Eric Firley und Caroline Stahl The Urban Housing Handbook (Wiley & Sons)

Ulrich M. Schmid bespricht Andrei Sinjawskis Die Stimme im Chor (S. Fischer – übersetzt von Swetlana Geier.

Annotiert: Dai Sijie Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht (Piper).

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