Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Auf jeder Seite kann man mindestens dreimal laut lachen“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:“

 

 

 

„Schön, aber wo bleibt der Widerstand? Maul halten, Amseln! In Peter Handkes Mein Tag im anderen Land wird ein Obstgärtner seine Dämonen los und gründet im Jenseits eine Familie.“

  • Peter Handke: Mein Tag im anderen Land. Eine Dämonengeschichte (Suhrkamp)

„Im phantastischen Zeitalter der Kältetechnik – Prüfungshöllen und Tretbootparadiese: Park Min-gyu schafft in einer Erzählungssammlung aus Wimmelbildern der südkoreanischen Leistungsgesellschaft ein Prosamosaik“

  • Park Min-gyu: Entenbootweltbürger und andere Erzählungen aus Südkorea, aus dem Koreanischen von Andreas Schirmer (Praesens)

„Hautfarbe? Die kann sie ändern – Mithu Sanyals Roman Identitti erzählt von einer Professorin, die sich auf ihren Posten manipuliert hat“ Rezensentin Katharina Teutsch lobt: „Auf jeder Seite kann man mindestens dreimal laut lachen“, meint: „Mit Identitti hat Mithu Sanyal eines der originellsten Bücher dieses Frühjahrs geschrieben“, und schränkt ein: „Leider hat es Längen, die von einem entschlosseneren Lektorat leicht hätten vermieden werden können.“

  • Mithu Sanyal: Identitti (Hanser)

„Schillernd – Hedwig Richter wurde mit Thesen zur Fortschrittlichkeit des deutschen Kaiserreichs zur umstrittensten Historikerin des Landes. Nun erscheint ihr neues Buch.“

  • Hedwig Richter: Aufbruch in die Moderne. Reform und Massenpolitisierung im Kaiserreich (Suhrkamp)

„Bücher des Monats: Mit der Wärme gelebten Lebens – Sharon Dodua Otoos Debütroman, Christian Kracht und das Handbuch zur Debattenlage von Emilia Roig“

  • Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch)
  • Helga Schubert: Vom Aufstehen (dtv)
  • Sharon Dodua Otoo: Adas Raum (S. Fischer)
  • Jean Peters: Wenn die Hoffnung stirbt, geht’s trotzdem weiter. Geschichten aus dem subversiven Widerstand (S. Fischer)
  • Emilia Roig: Why we matter – Das Ende der Unterdrückung (Aufbau)
  • Benno Gammerl: Anders fühlen. Schwules und lesbisches Leben in der Bundesrepublik (Hanser)

„Ein Stein der Hoffnung – Amanda Gormans Gedicht gehört in die Tradition der afroamerikanischen ,oral poetry‘ – gedruckt geht das fast verloren.“ Die Debatte über die Übersetzung von Amanda Gormans Gedicht geht weiter. Andrian Kreye meint: „Auf Papier lebt ihre Lyrik auch im Original nicht so recht, weswegen die Übersetzung zwangsläufig scheitern muss. Es ist die Exegese am Schluss des Bändchen, die es doch noch interessant macht. Minutiös interpretieren die drei Übersetzerinnen fast jedes Zeile, jeden Begriff.“

  • Amanda Gorman: The Hill We Climb – Den Hügel hinauf: Zweisprachige Ausgabe, mit einem Vorwort von Oprah Winfrey, aus dem amerikanischen Englisch von Uda Strätling, Hadija Haruna-Oelker und Kübra Gümüşay (Hoffman und Campe)

 

 

„,Russland und China werden Einwanderung brauchen‘ Der indisch-amerikanische Politikwissenschaftler Parag Khanna über große kommende Migrationsströme, die durch Corona nur kurz aufzuhaltende Globalisierung und die Gründe, weshalb Asien mit der Pandemie besser zurechtkommt“

  • Parag KhannaMove. Das Zeitalter der Migration, aus dem Englischen von  Norbert Juraschitz/ Karsten Petersen (Rowohlt Berlin)

„Der Esel im Tee – Was ist denn hier los? Schlafen wie die Rüben ist zwar ein Noch-etwas-wach-Bleiben-Buch, aber ein sehr lustiges“

  • Finn-Ole Heinrich, Dita Zipfel (Text) & Tine Schulz (Ill.): Schlafen wie die Rüben (Huckepack im mairisch Verlag)

„Pablos diskursive Brutalität – Die Linken und der Machismo: Wilde Theorien, der virtuose Debütroman von Pola Oloixarac, hat in Argentinien zu Debatten geführt“

  • Pola OloixaracWilde Theorien, aus dem Spanischen von Matthias Strobel (Wagenbach)

Und „Sein Gedächtnisort“ Christian Thomas erinnert an Walter Pehle.

Kommentare (2)
  1. Umgeblättert heute: „Auf jeder Seite kann man mindestens dreimal laut lachen“
    Welches Buch ist denn gemeint? Finde ich leider nicht…

    • Liebe Frau Brockmann, dieses Buch ist gemeint:
      „Hautfarbe? Die kann sie ändern – Mithu Sanyals Roman Identitti erzählt von einer Professorin, die sich auf ihren Posten manipuliert hat“ Rezensentin Katharina Teutsch lobt: „Auf jeder Seite kann man mindestens dreimal laut lachen“, meint: „Mit Identitti hat Mithu Sanyal eines der originellsten Bücher dieses Frühjahrs geschrieben“, und schränkt ein: „Leider hat es Längen, die von einem entschlosseneren Lektorat leicht hätten vermieden werden können.“

      Mithu Sanyal: Identitti (Hanser)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.