Es hat Reaktionen auf die gestrige Kiebitz-Kritik [mehr…] in Österreich gegeben, offenbar heftige, schreibt Lorenz (Kiebitz) Borsche an buchmarkt-online. Er bittet uns, die drei folgenden Dinge klarstellen zu dürfen:
Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, ich hätte was gegen österreichische Auslieferungen, dann ist das ein falscher Eindruck. Ich sage das auch explizit im Text:
„Dass es aber auch gleichzeitig ein Akt der Selbsthilfe ist, ist ein absolut erwünschter Nebeneffekt – und nicht nur fürs mittelständische Sortiment. Für alle anderen Marktteilnehmer, kleinere österreichische Auslieferer …“
Und ein zweites: Die Information, der Mohr beteilige sich zusammen mit der BBG juristisch am Zufallbringen der Preisbindung, habe ich den Verlautbarungen des Österreichischen Hauptverbandes entnommen, nachzulesen auch im BuchMarkt. Der o.a. Herausgeber sagt, diese Informationen seien so nicht richtig, der Hauptverband bedaure diese Darstellung und werde sie korrigieren. Ich werde mich jenen anschließen, die am Ende recht behalten 🙂
Klar ist aber eines: Nur einer ist mächtig genug das gefährliche Spiel mit der Mischkalkulation zu beenden, dieses Buschfeuer auszutreten, bevor es zum Flächenbrand wird: Der Mohr in Linz und Wien. Und jedes Mitglied der Branche, Verlage (auch die deutschen), andere Auslieferer und natürlich das ganze Sortiment ist gefordert, dem Mohr klarzumachen, daß er kein seriöser Partner der Branche mehr sein kann, wenn er nicht alsbald seine Geschäftspolitik ändert. Manchmal, und das hier ist so ein Fall, muss die Moral Überhand behalten. Und da muss man nicht erst nach der Politik rufen. Stellen Sie sich einfach mal vor, die BBG schreibt aus und keiner antwortet… 🙂
Und ein letztes: Die Besitzverhältnisse im Mohr’schen Konzern sind etwas komplizierter, als es u.U. den Eindruck haben mag. Ehrlich gesagt: das muss uns wurscht sein. Man trägt *einen* Namen und wenn es ums politische Gewicht geht, fragt doch niemand wirklich, wie die Besitzstruktur genau ist, da zählt nur der Gesamtumsatz des Konzerns. Und die Randbemerkung zum Thema ‚Metro‘ ziehe ich zurück, bis ich sie validieren kann, es gab Widerspruch.
Liebe Grüße, Euer Kiebitz