Zuletzt erschienen bei Zsolnay die Romane "Das Paradies des Doktor Caspari" und "Cherubino" Anton-Wildgans-Preis 2021 geht an Andrea Grill

Die Schriftstellerin Andrea Grill erhält den von der österreichischen
Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie –
Anton Wildgans“ 2021. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird seit 1962
von einer unabhängigen Jury vergeben, am 9. September wird er im Wiener
Haus der Industrie überreicht. Zuletzt erschienen bei Zsolnay die Romane
Das Paradies des Doktor Caspari (2015) und Cherubino (2019). Im Otto Müller Verlag erschienen: Der gelbe Onkel (Ein Familienalbum, 2005), Zweischritt (Roman, 2007), tränen lachen (Roman, 2008), Das Schöne und das Notwendige (Roman, 2010), Happy Bastards (Gedichte, 2011), Liebesmaschine N.Y.C. (Storys, 2012) und Safari, Innere Wildnis (Gedichte, 2014).
„„In den Gedichten, Erzählungen und Romanen von Andrea Grill sucht man
die großen abstrakten Worte, die gemeinhin sich zu Urteilen entwickeln,
ebenso vergeblich wie überschäumende Emotionen oder dramatische
Konflikte“, heißt es in der Jurybegründung. Stattdessen finde man eine
„zunächst einmal nüchtern wirkende und dennoch vielsagende Sprache, in
der gründliche Sachkenntnis zum Ausdruck komme, nicht selten auch
trockenen Humor, eine feine Ironie, und zugleich namentlich eine
Empfindsamkeit sondergleichen allen Erscheinungen der Welt gegenüber:
seien es Bäume oder Schmetterlinge, seien es die Rede- und
Verhaltensweisen der Menschen oder auch ihre Verstellungskünste. Der
ganz offensichtlich durch geistes- und naturwissenschaftliche Studien
geschärfte Blick auf alle Erscheinungen der Umwelt und der Kultur bleibe
niemals kalt, sei vielmehr konsequent aufgehoben in einem literarischen
Prozess, in dem anschaulich sichtbar werde, wie sehr es in allem doch
darauf ankäme, nicht zuletzt die Perspektive(n) der Betrachtung zu
prüfen.“

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