Für sein Kinderbuch „Asphalthelden“ (dtv) Der LUCHS-Preis Juni geht an Jason Reynolds

Der LUCHS-Preis Juni geht an Jason Reynolds für sein Kinderbuch Asphalthelden, welches bei dtv, Reihe Hanser, erschienen ist, aus dem Englischen von Anja Hansen-Schmidt übersetzt wurde und für Leserinnen und Leser ab elf Jahren empfohlen wird.

Radio Bremen stellt das Buch und den aktuellen Preisträger vor: Am Donnerstag, 3. Juni 2021, um 15.10 Uhr auf Bremen Zwei und am Sonnabend, 5. Juni 2021, um 13.40 Uhr auf COSMO. Das Gespräch zum Buch wird online abrufbar sein unter: www.radiobremen.de/luchs.

Jason Reynolds erzählt in Asphalthelden zehn Schulweg-Geschichten, zehn kleine Episoden, die alle an einem Nachmittag spielen. Short Storys, in denen die Vielfalt eines Viertels aufscheint und damit die Vielfalt des Lebens. Da ist die Superkurzhaar-Gang, die Kleingeld stiehlt und es umgehend in Eis investiert. Gregory, der in Sandra verliebt ist und unbedingt ihre Telefonnummer haben möchte. Oder Bryson, der die Schule geschwänzt hat, nachdem er am Vortag verprügelt wurde. Zehn Geschichten, viele Leben – und jedes ist anders, als es zunächst erscheint.

Jason Reynolds© Martin Hangen

„Reynolds erzählt von dem, was ein Kinderleben belastet. Immer ist er auf der Seite seiner jungen Helden, denkt sich in ihre Köpfe hinein, fühlt ihre Ängste nach. Nie aber lässt er die Hoffnungslosigkeit gewinnen. Er stellt den Kindern Freunde an die Seite oder gibt ihnen den Glauben, dass am Ende doch alles gut werden kann“, so Katrin Hörnlein in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Reynolds reihe die Episoden nicht einfach aneinander, „er verwebt sie geschickt und spannt einen Bogen von der ersten zur letzten Geschichte“. Dem afroamerikanischen Autor gelänge es außerdem, für jedes Leben einen eigenen Ton, einen kleinen erzählerischen Kniff zu finden, „der die Episode einzigartig macht und von den anderen unterscheidet“.

Jeden Monat vergeben DIE ZEIT und Radio Bremen den LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Aus den zwölf Monatssiegern wird der Jahres-LUCHS gewählt. Die Jury bilden Brigitte Jakobeit, Übersetzerin, Anja Robert, Redakteurin bei Radio Bremen, Benno Hennig von Lange, Junges Literaturhaus Frankfurt, und Klaus Humann, ehemaliger Verleger des Carlsen und Aladin Verlags. Den Vorsitz hat Katrin Hörnlein, die bei der ZEIT das Ressort Junge Leser und die Kinder- und Jugendliteratur verantwortet.

Kommentare (2)
  1. Und der afroamerikanische Autor Jason Reynolds hat das Buch also auf Deutsch geschrieben? Grandiose Leistung. Denn dass der Buchmarkt vergisst, mitzuteilen, wer übersetzt hat, ist doch nicht vorstellbar, oder?

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