Auf Platz 1: Wolfgang Streeck: "Zwischen Globalismus und Demokratie. Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus" (Suhrkamp Verlag) Die „Sachbücher des Monats September 2021“

  • 1.Wolfgang Streeck: Zwischen Globalismus und Demokratie. Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus (Suhrkamp Verlag)
  • 2.Ralph Bollmann: Angela Merkel. Die Kanzlerin und ihre Zeit (C.H. Beck Verlag)
  • 3.Richard Saage: Otto Bauer. Ein Grenzgänger zwischen Reform und Revolution (LIT Verlag)
  • 4.Fabian Bernhardt: Rache. Über einen blinden Fleck der Moderne (Verlag Matthes & Seitz Berlin)
  • 5.Markus Krajewski, Antonia von Schöning, Mario Wimmer (Hg.):Enzyklopädie der Genauigkeit (Verlag Konstanz University Press)
  • 6.Rudolf Probst, Ulrich Weber (Hg.): Friedrich Dürrenmatt. Das Stoffe-Projekt. Textgenetische Edition in fünf Bänden (Diogenes Verlag)
  • 7.Byun-Chul Han: Infokratie. Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Matthes & Seitz Berlin)
  • 8.-10. Lucy Pollock: Das Buch über das Älterwerden (für Leute, die nicht darüber sprechen wollen). Übersetzt von Ulrike Becker (Dumont Verlag)
  • Joseph H. Reichholf: Regenwälder. Ihre bedrohte Schönheit und wie wir sie noch retten können. Illustrationen von Johann Brandstetter (Aufbau Verlag)
  • Tim Weiner: Macht und Wahn. Der politische Krieg zwischen den USA und Russland seit 1945. Übersetzt von Christa Prummer-Lehmair (S. Fischer Verlag)

 

Besondere Empfehlung des Monats September von Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (Sinologe und Publizist, z.Zt. Direktor des China Centrum Tübingen): Sören Urbansky, An den Ufern des Amur. Die vergessene Welt zwischen China und Russland (C.H.Beck Verlag)

 

„An den Ufern des Amur“ beschäftigt sich mit einem Zwischenraum an Chinas Nordostgrenze, mit der „vergessenen Welt zwischen China und Russland“. Es handelt sich um jenen Grenzraum nördlich der Großen Mauer zwischen dem Baikalsee im Westen und Wladiwostok im Osten, dem Tor Russlands ins Japanische Meer, wo sich Chinesen und Russen mischen oder auch gegeneinander abgrenzen. Ein Sachbuch, wie man es selten findet und dessen Aktualität der Autor am Schluss nur andeutet, wenn er davon spricht, dass „eine Integration der Region Nordostasien in weiter Ferne“ liege, auch da es keinen Friedensvertrag zwischen Russland und Japan gibt. Viele der Menschen aber, denen er begegnete, fühlten sich als „Europäer mitten in Asien“ und betrachteten den Begriff „Ferner Osten“ als „eine Art Orientalisierung“, und er sagt von ihnen, was übrigens für die Menschen in ganz China gilt: „Die Menschen an beiden Ufern des Amur und darüber hinaus, sie haben sich ihre Nachbarn nicht ausgesucht.“ (Helwig Schmidt-Glintzer)

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