„Ungeheure Sprachlust“ und „enorme Kreativität“ Hieronymusring geht weiter an Heike Flemming

Der Hieronymusring, eine Auszeichnung für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung, geht in diesem Jahr an die Berliner Übersetzerin Heike Flemming. Sie erhält den Ring für ihre Übertragungen bedeutender ungarischer Prosa und Lyrik. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen Péter Esterházy, László Krasznahorkai, Szilárd Borbély und Imre Kertész.

Heike Flemmings Übersetzungen zeugten von einer ungeheuren Sprachlust, von enormer Kreativität und einem äußerst sicheren und kunstvollen Umgang mit der deutschen Sprache“, so die Begründung. „Die funkelnden sprachlichen Eskapaden eines Esterházy, der in seinen Texten alle Register zieht, bringt sie mit derselben scheinbaren Mühelosigkeit und Leichtigkeit ins Deutsche wie die entrückten, komplexen und fast schwerelosen Satzgefüge László Krasznahorkais oder die aufwühlende Lyrik von Szilárd Borbély.“

Die undotierte Auszeichnung wird am 28. April um 20.30 Uhr im Rahmen der digitalen VdÜ-Jahrestagung online von der derzeitigen Trägerin Marianne Gareis überreicht.

Der Hieronymusring wurde 1979 von der Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung ins Leben gerufen und erstmals vergeben. Er wird alle zwei Jahre weitergereicht. Wer ihn trägt, entscheidet über die Auswahl des Nachfolgers/der Nachfolgerin. Unter den bisher Benannten waren Susanne Lange, Ulrich Blumenbach, Miriam Mandelkow und Gabriele Leupold.

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