Preisverleihung am 12. Dezember in Darmstadt Luise Büchner-Preis 2021 für Florence Hervé

Florence Hervé (© AvivA Verlag)

Der Luise-Büchner-Preis für Publizistik geht in diesem Jahr an die deutsch-französische Journalistin Florence Hervé. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 12. Dezember in Darmstadt statt.

Die Germanistin und Feministin Florence Hervé engagiere sich seit Beginn ihrer publizistischen Tätigkeiten im Jahr 1969 nicht nur als Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Herausgeberin für eine Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft. Seit den 70er Jahren sei sie darüber hinaus in der europäischen und internationalen Frauenbewegung politisch aktiv, heißt es in der Begründung der Jury. „Die Luise-Büchner-Gesellschaft zeichnet eine überzeugte Feministin für ihr bisheriges Lebenswerk aus, das in der Zugänglichmachung der Geschichte der Frauenbewegung die historische Kontinuität offenlegt, nicht als Selbstzweck, sondern um in unserer Zeit für die Sichtbarmachung frauenspezifischer Situationen und Problematiken sowie für Veränderung einzutreten.“

Florence Hervé „setze immer noch Zeichen mit ihren jüngsten Biografien über Clara Zetkin und die Anarchistin Louise Michel (beide Dietz Berlin), stets eingebettet in den sozial-politischen Kontext von Gerechtigkeit und Demokratie, gegen Nationalismus, Antisemitismus und Fremdenhass und konsequent in der mangelnden Aufarbeitung der Nazizeit im Nachkriegsdeutschland“. Im Berliner AvivA Verlag hat Florence Hervé zuletzt gemeinsam mit dem Fotografen Thomas A. Schmidt den Text-Bild-Band Wasserfrauen veröffentlicht.

Der im Jahr 2012 ins Leben gerufene Luise-Büchner-Preis zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die in Artikeln und/oder Büchern die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in Vergangenheit und Gegenwart aufdecken und für die Gegenwart Wege zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft aufzeigen. Der Preis ist dotiert mit einer Geldsumme von 2.500 Euro sowie mit der Gestaltung einer Zeitungsseite des „Darmstädter Echo“. 2019 ging die Auszeichnung an Margarete Stokowski. 2020 wurde der Preis wegen der Covid-19-Pandemie nicht verliehen.

 

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