"Wir freuen uns über die Klickzahlen im sechsstelligen Bereich" Münchner Bücherschau: Digitale Ausgabe kam gut an

Das Fazit der Veranstalter der Münchner Bücherschau, die in diesem Jahr rein digital stattfand, ist positiv: Sie freuen sich „über Klickzahlen im sechsstelligen Bereich und die große Anziehungskraft des virtuellen Events“. So sei die Freude der Besucherinnen und Besucher der digitalen Münchner Bücherschau so groß gewesen, dass ein Drittel immer wieder kam. „Das bedeutet, dass die Besucher sich wirklich mit den Inhalten beschäftigt haben und das Ziel des Bücherbummels erreicht wurde: die gleichwertige Präsentation der Verlage und ihrer Herbstneuerscheinungen“, so die Veranstalter. Dies bestätige auch die „Liste der am meisten angeklickten Bücher“. Unter den Top drei sind zwei Kinderbücher und ein Kleinverlag: Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte (Hanser), Falsche Fäter (3H Verlag), Das Sams und der blaue Drache (Oetinger).

Weitere Zahlen: Einer der am meisten besuchten Bereiche waren die Sonderausstellungen mit fast 50.000 Klicks. Dazu zählen die „100 Besten“, die auch als Videos sehr oft aufgerufen wurden. Die Buch-Merkliste wurde von über 20 Prozent der Besucher genutzt und hat mit durchschnittlich 10 Büchern einen Warenwert von im Schnitt 165,84 Euro. Die Top-Lesungen der Bücherschau waren: Ohne Schuld (Blanvalet), Vergeltung (Heyne), Lebenswerk (Kiepenheuer & Witsch). Die am meisten aufgerufenen Verlage: Carl Hanser Verlag, Penguin Random House und Weltbild.

Klaus Beckschulte, Michael Then, Edith Offermann, Christian Sailer (Foto: Friederike Eickelschulte)

„An dieser Stelle ein Dank an Weltbild, das uns mit der Bereitstellung und Entwicklung der Plattform für die digitale Münchner Bücherschau unterstützt hat und so ein innovatives Veranstaltungskonzept für Buchfans und damit die Bücherschau digital überhaupt erst ermöglicht hat. Ohne Weltbild wäre diese umfangreiche und vielbesuchte Veranstaltung im Web in dieser Form nicht möglich gewesen. Wir freuen uns über die Klickzahlen im sechsstelligen Bereich. Die digitale Version der Münchner Bücherschau ist ein wichtiger Schritt, Bücher, Verlagsprogramme und Lesungen auch im virtuellen Raum anzusprechen und erfolgreich zu präsentieren“, so Dr. Klaus Beckschulte, Geschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern.

Christian Sailer, CEO Weltbild, ergänzt: „Menschen brauchen Kultur, Menschen brauchen Bücher. Das hat die gute Resonanz auf die Bücherschau gezeigt. Wir sehen in neuen Konzepten wie der digitalen Bücherschau, die wir gerne mit dieser Event-Plattform unterstützt haben, oder unserem Online-Weihnachtsmarkt, die beide viele Inhalte bereitstellen, ein zukunftsgerichtetes Event-Konzept. So schaffen wir Sichtbarkeit für Bücher und Autoren – nicht nur, wenn die Menschen nicht zu den Autoren kommen können, aber natürlich besonders dann.“

Edith Offermann, verantwortlich für das Kinder- und Jugendprogramm, konstatiert, „dass die positive Resonanz alle Erwartungen übertroffen hat, auch wenn wir die persönlichen Begegnungen schon sehr vermisst haben.“ Ebenso sei das Feedback der Autorinnen und Autoren durchweg positiv gewesen. Bei den Zoom-Veranstaltungen per Livestream mit Anna Ruhe, Ursula Poznanski und Cornelia Funke, die aus ihrem Wohnzimmer in Malibu zugeschaltet war, gab es die Möglichkeit der direkten Interaktion mit dem Publikum. Dr. Thomas Kraft, Kurator des Erwachsenenprogramms, hebt hervor, wie beeindruckend es war, mit wie viel Herzblut und Engagement alle bei der Sache waren, Autoren, Moderatoren, Schauspieler, Publikum und das jeweilige Technik-Team im Hintergrund.

Die Münchner Bücherschau fand vom 12. November bis zum 6. Dezember statt und ist eine Veranstaltung der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern Service GmbH, unterstützt vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München, der Bayerischen Staatskanzlei, „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V und Weltbild. Medienpartner sind Bayern2 und der Münchner Merkur/TZ.

Kommentare (1)
  1. Bei aller Würdigung der Resonanz auf rein digitale Veranstaltungen
    darf nicht vergessen werden, dass die persönliche Teilnahme von
    vielen, nicht nur Alten, nicht möglich war und ist.
    Wenn wieder normalere Zeiten kommen, sollte auch dieses Defizit
    noch im Blick sein!
    Martin Holtermann, (79 J.) Buchhändler i.R., Magdeburg

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