
Inklusion sei essenziell, um Chancengleichheit zu gewährleisten, gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen und die Vielfalt als Stärke zu nutzen, begründen die Partner:innen. Sie fördere den sozialen Zusammenhalt, stärke die Wirtschaft durch die Integration aller Talente und erfülle internationale Verpflichtungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention.
Die Genossenschaft Schweizer Buchzentrum will mit der Aktion ein Zeichen für soziale Nachhaltigkeit setzen, indem sie Buchhandlungen dabei unterstützt, das Thema Inklusion sichtbar zu machen – sei es auf Büchertischen oder in Schaufenstern. Dafür stellt sie eine kuratierte Titelliste mit 80 Büchern bereit, zusammengestellt von der Schweizer Inklusions-Aktivistin, Buchhändlerin und Journalistin Marah Rikli (marahrikli.ch). Die Auswahl zeigt Menschen mit Behinderungen in vielfältigen Rollen – als Autor:innen, Protagonist:innen oder prominente Persönlichkeiten – und in unterschiedlichen Kontexten, von Geschichten über Sachbücher bis hin zu Biografien. Auch feinfühlig ausgewählte Kinderbücher sind Teil der Liste. Alle Werke zeichneten sich durch eine respektvolle, klischeefreie Darstellung aus und trügen so zu einer differenzierten und wertschätzenden Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen bei.
Die kuratierte Bücherliste wird durch ein Themenplakat sowie Vorlagen für Newsletter und Social Media ergänzt – unter dem Hashtag #InklusionLesenVerbindet. Alle Materialien stehen ab sofort bis Ende Mai 2026 zum Download bereit (Inklusion – Lesen verbindet Lebenswelten – Buchzentrum).

Die Aktion ist bewusst flexibel gestaltet, sodass Buchhandlungen sie zeitlich unabhängig und individuell nach lokalen Bedürfnissen einsetzen können.
Das Themenplakat wurde von Menschen mit Muskelkrankheiten in der Grafikwerkstatt der Zürcher Mathilde Escher Stiftung gestaltet.
„Jede Geschichte verdient es, gehört zu werden. Sich mit einer Themenaktion für Inklusion einzusetzen bedeutet, mehr Menschen aktiv einzuladen, neue Perspektiven einzunehmen und damit Lebenswelten zu verbinden. Die Genossenschaft SBZ trägt so dazu bei, eine gerechtere und verbundene Gesellschaft zu schaffen, an der alle teilhaben können“, begründet Heinz Hodel, Präsident der Verwaltung, das Engagement der SBZ.
Um die Bedeutung von Inklusion zu unterstreichen, unterstützt die SBZ Buchhandlungen mit insgesamt zehn Sponsoring-Beiträgen à CHF 1’000.– für Veranstaltungen zu diesem Thema.
Pro Infirmis setzt sich seit über 100 Jahren für die Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen ein. Als größte Fachorganisation fördert sie mit Beratungen und diversen Dienstleistungen die Autonomie und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. „Kultur ist für alle da und Buchhandlungen sind dafür ein wichtiger Türöffner. Umso mehr freue ich mich über diese bereichernde Zusammenarbeit und ein neues Kapitel im Sinne der Inklusion“, sagt Felicitas Huggenberger, Direktorin von Pro Infirmis.