Prof. W. Robert Müller scheidet zum 31.12.2000 als Geschäftsführer der Buchhändlervereinigung (Börsenblatt, VLB, buch+medien online usw.) und anderer Verbandsunternehmen aus. Die offizielle Version: Müller hat während der Feier zu seinem 60. Geburtstag um Zustimmung zum vorzeitigen Gang in den Ruhestand gebeten, wird aber weiterhin als Berater zur Verfügung stehen und sich, im Auftrag des Börsenvereins, verstärkt seiner Lehrtätigkeit als Honorarprofessor widmen. Der übliche Hinweis auf eine künftige Beratertätigkeit klingt im konkreten Fall glaubhaft, denn z.B. auch RA Wilhelm Peter, Vor-Vorgänger von Justitiar Dr. Harald Heker, berät noch heute den Börsenverein. So oder so, der Verband will auf Müllers Erfahrung adhoc nicht verzichten. Zudem sind seine Meriten unumstritten. Umstritten ist Müller seit einiger Zeit dennoch, und Insider bestreiten die Version auf eigenen Wunsch. (Der Betroffene ist momentan nicht erreichbar.) Wie auch immer: Unternehmerische Fehler in den Wirtschaftsbetrieben allein an seiner Person festzumachen, das hieße, die Verantwortung des Börsenvereinsvorstands wie der Landesverbände unzulässig auszuklammern. In den kommenden Monaten ist nicht nur mit einer Neubesetzung der Müller-Position zu rechnen. Vorrangig, wenn auch hinter den Kulissen, geht es darum, ob den Landesverbänden als Gesellschaftern der Buchhändlervereinigung und dem Vorstand des Börsenvereins als Beirat (Funktion analog Aufsichtsrat)eine effiziente Neustrukturierung der Wirtschaftsbetriebe gelingt.Der BV-Vorstand und Vertreter der Landesverbände haben eine Strategie-Kommission gebildet, die über eine Neustrukturierung, neue Zielsetzungen und neue Schwerpunkte der Geschäftspolitik beraten. An der neuen strategischen Ausrichtung wird sich auch die Nachfolgeregelung für Müller orientieren. BuchMarkt tippt auf ein Splitting der Verantwortungsbereiche.
Künstliche Intelligenz auf der Leipziger Buchmesse
Ist Künstliche Intelligenz nun Heilsversprechen oder Untergangsszenario? Von den einen gefeiert, von den anderen gefürchtet, prägt KI die Schlagzeilen und hält mehr und mehr Einzug in alle gesellschaftlichen Bereiche. Das