Die belgische Regierung plant die Einführung der Buchpreisbindung im eigenen Lande. Wie eine Sprecherin des Wirtschatsministeriums bei einem belgisch-französischen Treffen von Verlegern und Regierungsvertretern auf der Brüsseler Buchmesse mitteilte, lässt Wirtschaftsminister Rudy Delmotte derzeit ein Gesetz vorbereiten, das sich eng am loi Lang anlehnen soll. Auslöser für die Initiative ist u.a. die aggressive Preispolitik der Internet-Buchhandlung Proxis gewesen, die Kunden aus den Nachbarländern mit Dumping-Angeboten wirbt. Namentlich Frankreich, aber auch die Niederlande sehen darin eine massive Untergrabung ihrer eigenen Preisbindung.Nach den jüngsten EU-Beschlüssen zur Preisbindung ist der belgische Vorstoß nicht nur als Stütze für den Erhalt des gebundenen Ladenpreises im deutschsprachigen Raum zu werten. Er könnte darüber hinaus auch der französischen EU-Initiative hin zu einem „Europa des Buches“ Vorschub leisten, die Ende September in Straßburg in die Wege geleitet werden soll.
Josia Jourdan: „Warum ich keine hohen Vorschüsse für Influencer:innen zahlen würde“
Immer mehr Verlage setzen auf Content Creator:innen als Autor:innen. Doch wer nur auf die Follower:innenzahlen schielt, kalkuliert am Markt vorbei. Warum hohe Vorschüsse für Influencer:innen-Bücher oft ein riskantes Glücksspiel sind.