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Droemer veröffentlicht Kohl-Memoiren. Der Altbundeskanzler will mit den Einnahmen seine Rückzahlung an die Partei refinanzieren

Bereits Mitte letzten Jahres hatte Droemer-Geschäftsführer Hans-Peter Übleis mit Altbundeskanzler Helmut Kohl den Vertrag über die Veröffentlichung seiner Memoiren perfekt gemacht. Dass bislang über den Deal (der übrigens nicht über eine „Auktion“, sondern durch Übleis‘ Kontakte zum Altbundeskanzler zu Stande kam) nichts verlautbart wurde, sei „ein Wunsch des Autors gewesen“, teilt Pressesprecher Martin Carlsberg auf Anfrage mit. Eigentlich hätte die Meldung zu den Memoiren, die frühestens im nächsten Jahr erscheinen werden, zu einem noch späteren Zeitpunkt über den Ticker gehen sollen. Doch Kohl selbst preschte jetzt – auch zur Überraschung des Verlags – im Zuge seiner Presseerklärung zur Parteispendenaffäre vom heutigen Vormittag selbst vor: Danach beabsichtigt der Altbundeskanzler, mit den Erlösen aus der Buchveröffentlichung ein Darlehen in Höhe von 700.000 DM zu refinanzieren, das er aufgenommen hat, um der Partei aus eigener Tasche einen Teil ihrer Einbußen zurückzuerstatten. Darüber, ob die Summe dem ausgehandelten Autorenhonorar entspricht, schweigt man sich bei Droemer zwar aus. Den Betrag von 2,5 Millionen DM allerdings, kolportiert von der Münchner Abendzeitung, kommentiert Carlsberg als „völlig aus der Luft gegriffen“.Obwohl an den Memoiren zurzeit noch fleißig geschrieben wird, rührte Kohl schon heute kräftig die Werbetrommel. Gegenüber den Berliner Journalisten erklärte er: „Es wird ein hochspannendes Buch!“

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