Am Freitag wird das Buch „ASYL von Gérard Dhôtel (Elefanten Press, Edition „Ich klage an“) in Düsseldorf mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2000 ausgezeichnet. In der Neuen Ruhr Zeitung vom 5.12. hatte Uta Ranke-Heinemann die Verleihung mit folgender Begründung kritisiert: „Ich protestiere dagegen, dass ausgerechnet ein Buch, das unsere Kinder mit Nato-Doktrin und –Propaganda indoktriniert, den Gustav-Heinemann-Friedenspreis erhält. Denn mein Vater hätte Einspruch gegen das Bombardement erhoben.“ Nun hat Marion Schweizer, die Herausgeberin des Elefanten Press Verlags, zu den Vorwürfen Stellung genommen. Sie schreibt u.a.: „Der Vorwurf von Frau Dr. Ranke-Heinemann, das Buch rechtfertige die Nato-Bomben auf Belgrad und indoktriniere Kinder mit Nato-Doktrin und –Propaganda, entbehrt jeder Grundlage. Das Gegenteil ist der Fall. Das Buch enthält eine kurze und völlig sachliche Zusammenfassung der Ereignisse im ehemaligen Jugoslawien. Dabei nehmen Autor und die Herausgeberin der deutschsprachigen Ausgabe ausdrücklich keine Partei für irgendeine Krieg führende Seite, sondern beschreiben vielmehr die schrecklichen Auswirkungen, die die Kriegshandlungen aller Beteiligten auf die in den Kriegsgebieten lebende Zivilbevölkerung hatten und haben. Mit keinem Wort werden hier die Bomben der Nato gerechtfertigt, ganz im Gegenteil. Die einzige Partei, zu deren Anwalt sich dieses Buch macht, ist diejenige der Flüchtlinge. … Frau Dr. Ranke-Heinemann, die wir als streitbare Kriegsgegnerin kennen und schätzen, kann sicher sein, dass die Urheber dieses Buches die Bomebnabwürfe der Nato auf serbische Städte ebenso wie jegliche Kriegspropaganda von Beginn an verurteilt haben und nach wie vor verurteilen. In dieser Haltung wissen wir uns mit ihr und ihrem hoch geschätztem Vater, Dr. Gustav W. Heinemann, einer Meinung.“
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