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Die PONS-Wörter des Jahres 2001 stehen fest

Nach knapp elfmonatigen Frequenzanalysen und Wortbeobachtungen haben die Lexikografen der PONS-Wörterbücher neben den bekannten Kategorien Wort und Unwort auch das Neuwort des Jahres 2001 gekürt.
Das PONS-Wort des Jahres 2001 lautet 11. September. Was die Häufigkeit dieses Wortes in der Berichterstattung angeht, so wurde es zwar vom Begriff Terror noch übertroffen, es spiegelt aber nach Meinung der PONS-Redaktion besonders deutlich die Veränderungen nach den Anschlägen in den USA wieder. Die Plätze 2 und 3 besetzen die Begriffe Stammzellen und Schläfer.
Zum PONS-Unwort des Jahres wählte die Redaktion den Begriff Gewinnwarnung, der im Frühsommer sowie im Herbst 2001 besonders häufig aufgetaucht war. „Der Begriff ‚Gewinnwarnung‘ ist einfach unsinnig, denn es wird hierbei ja nicht vor einem Gewinn gewarnt! Korrekt müsste es ‚Verlustwarnung‘ heißen und genau dieser Sachverhalt ist ja auch gemeint“, so PONS-Redaktionsleiter Philipp Haußmann. Auf Platz 2 und 3 kamen Verbrauchende Embryonenforschung und Leistungsschlaf.
Das PONS-Neuwort 2001 heißt Bio-Terror. Wurde das Präfix „Bio“ bisher vor allem mit besonders gesunden, positiven Dingen assoziiert (Bio-Bauer, Bio-Gemüse, Bio-Bäcker) so finden als Folge des Milzbrandalarms nun auch die neuen, negativ besetzten Begriffe Bio-Terror bzw. Bio-Terrorismus Aufnahme in die PONS-Wörterbücher. Auf Platz 2 folgt der Begriff Samenraub, gefolgt von dem in der deutschen Alltagssprache weithin unbekannten Begriff Sexing auf Platz 3. Sexing findet bisher in Bereichen der Tierzucht („gesexte“ Kälber) Anwendung und meint die gewollte Vorbestimmung des Geschlechts durch (Aus-)Sortieren der Samenzellen. Im Zuge der ethisch umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) wird das Sexing möglicherweise bald auch beim Menschen zur Geschlechtswahl bei der künstlichen Befruchtung angewendet, wobei die unerwünschten männlichen bzw. weiblichen Embryonen weggeworfen werden sollen.
Um den vielen Sprachveränderungen Rechnung zu tragen und Neuwörter zu erheben, werten die PONS-Lexikografen in Stuttgart sowie PONS-Autoren in der ganzen Welt Zeitungen, TV- und Radiosendungen aus, starten Expertenbefragungen und fragten dieses Jahr unter http://www.pons.de auch Internetbesucher.

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