Die Sicherung der Kafka-Handschriften wird jetzt durch eine Förderung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht. Im Rahmen der kritischen Edition der Werke Franz Kafkas, die von der Kafka- Forschungsstelle der Bergischen Universität Wuppertal und der Justus-Liebig- Universität Gießen betreut wird, gibt es ein neues Projekt, in dem alle überlieferten Manuskripte Kafkas photographisch erfaßt werden. Mit schonenden, dem letzten Stand der Technik entsprechenden Verfahren sollen die zum Teil sehr fragilen Handschriften eines der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts in ihrem heutigen Zustand in farbgetreuen Aufnahmen für die Nachwelt bewahrt werden.
Mit ihrer Förderung zur Sicherung der „unschätzbaren Manuskripte“ verfolgt die Krupp-Stiftung das besondere Anliegen, Kafkas in der ganzen \Neit verstreuten literarischen Nachlaß in dieser Form wieder zusammenzuführen. Damit kann das Material nicht nur den an dem Projekt beteiligten Archiven, sondern auch dem Nationalen Literaturarchiv in Kafkas Heimstadt Prag und der Jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem zur Verfügung gestellt werden. Nicht zuletzt soll damit auch ein Beitrag zur deutsch- jüdischen Kulturgeschichte geleistet werden.
Beabsichtigt ist eine Publikation originalgetreuer Faksimiles in Verbindung mit der Kritischen Ausgabe des S. Fischer Verlags.
Die Mitarbeiter der Kafka-Forschungsstelle an der Bergischen Universität Wuppertal, Hans-Gerd Koch und Christian Watty haben zudem in Zusammenarbeit mit dem S. Fischer Verlag und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Lesetour „Kafka: erLesen!“ initiiert. Im Rahmen der Reihe von Inszenierungen mit bekannten Schauspielern liest Hanna Schygulla am 12. Dezember 2001 die Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“. Veranstaltungsort ist die Alte Hagenbecksche Dressurhalle in Hamburg.
Weitere Infos und Veranstaltungstermine unter: http://www.kafkaerlesen.de.