Armin Greder (60), Autor und Illustrator aus der Schweiz, erhält den mit 5.000 Euro dotierten Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2003. Mit der Auszeichnung, die die Deutsche Bischofskonferenz in diesem Jahr zum 14. Mal verleiht, wird sein Bilderbuch „Die Insel“ gewürdigt. Das im Düsseldorfer Verlag Sauerländer erschienene Buch wurde unter 302 Publikationen aus 66 Verlagen ausgewählt. Der Preis wird am 19. März in München verliehen.
Greder hat eine Lehre als Bauzeichner absolviert. Von 1971 bis 1998 lebte er in Australien und war dort auch als Lehrer an der Universität Brisbane tätig. Das Buch schildert, wie die Bewohner einer Insel einen fremden Mann am Strand finden und ihn nur widerwillig bei sich aufnehmen. Schließlich setzen sie den Fremden auf sein Floß und schieben ihn aufs Meer zurück. Sie verbrennen das Boot des Fischers und fassen einen radikalen Entschluss: Niemals mehr wollen sie Fische essen, die aus dem Meer kommen, das ihnen den Fremden gebracht hat. Fortan umgibt eine hohe Mauer die Insel. Greder sei eine packende und eindringliche Geschichte gelungen, die zeige, dass die Ausgrenzung von Fremden negative Auswirkungen auf die Gesellschaft habe, die sich von ihren Ängsten beherrschen lasse, erklärte die Bischofskonferenz.