Die Stellungnahme von Holger Ehling [mehr…] (in BuchMarkt-Online, 3 Fragen finde ich unglaublich:
Bei allem Respekt für Herrn Ehling, seine Stellungnahme ist unsinnig und in keiner Weise akzeptabel.
1. Wenn die Buchmesse weiß, dass in den kommenden Jahren derartige Preiserhöhungen für die Quadratmetermiete auf die Verlage zukommen, dann hätte irgend jemand die Verlage darauf aufmerksam machen müssen. Der Hoffmann und Campe Verlag ist mit Sicherheit nicht der einzige Verlag, der in Unkenntnis der Preiserhöhungen in den letzten Jahren seinen Stand neu gebaut hat. In gutem Glauben, dass wir es gegebenenfalls mit Preiserhöhungen im Bereich der Inflationsrate zu tun haben, ist ein Stand gebaut worden, der zwar ausgesprochen schön ist, aber nicht beliebig verkleinerbar. Es ist nicht zu fassen, dass wir unter diesen Voraussetzungen mit einer Preiserhöhung in der Größenordnung von 30% konfrontiert werden, wo dieser Umstand der Messe offenbar bekannt war. Traditionell ist der Kontakt zwischen den Verlagen und der Buchmesse ein sehr enger und nicht mit anderen Industriezweigen vergleichbar. Die Stände werden nur und ausschließlich für die Buchmesse gebaut. Die Beteiligten auf Seiten der Buchmesse kennen die Verlagslandschaft sehr intim und sind in regem Austausch mit den Verlagen. Wenn wer auch immer als Verantwortlicher in der Messegesellschaft es versäumt, die Verlage auf die drohenden drastischen Preiserhöhungen aufmerksam zu machen, handelt er massiv gegen die Interessenlage der Verlage.
2. Niemand hat die Buchmesse gebeten, in diesen problematischen Zeiten in Infrastruktur und Service-Angebote zu investieren mit der Folge einer Preiserhöhung um 30%. Abgesehen davon, dass die Belegung der und Werbung auf den Veranstaltungsforen natürlich extra zu zahlen sind. Herr Ehling kann gern mal seine Kunden, die Verlage, fragen, ob sie bereit sind, um diesen Preis die Verbesserungen, welche auch immer das sein mögen, zu finanzieren.
3. Wenn Herr Ehling ernsthaft London, Warschau und Leipzig als Beispiel für Buchmessen anführt, kann es ihm passieren, dass die Stände demnächst auch in Frankfurt so aussehen wie dort. Seine Stellungnahme zeugt in diesem Fall von einer unglaublichen Ignoranz.
Uwe Marsen, Hoffmann & Campe Verlag







