„Der stille Amerikaner“ ist immer lieferbar gewesen“, heißt es beim dtv. „Aber die Verfilmung mit Michael Caine setzt ganz neue Maßstäbe. Jetzt haben wir innerhalb eines Monats schon dreimal gedruckt“.
„Gott schütze uns vor den Unschuldigen und den Guten“, heißt es in Graham Greene`s Roman Der stille Amerikaner, der sich damit auf einen jungen CIA-Agenten bezieht, der ein korruptes Regime in Asien mit Sprengstoff zu fördern versucht. Vor dem Hintergrund des Irakkrieges und einer neuen Phase des amerikanischen Interventionismus gewinnt die Neuverfilmung durch Regisseur Phillip Noyce, die am 22. Mai in unsere Kinos kommt, eine ungeahnte Brisanz.
Das kriegsmüde „Alte Europa“ erkennt in Graham Greene`s Klassiker von 1955 alles wieder, was es an Skepsis gegenüber amerikanischen Versuchen empfindet, die Welt im Hauruck-Verfahren „demokratisch“ zu machen. So kehrt auch Graham Greene (1904-1991) ein Jahr vor seinem hundertsten Geburtstag mit einem Hit zurück in die Buchhandlungen.
Roman zum Film: Graham Greene, Der stille Amerikaner, 236 Seiten, Euro 8.50
ISBN 3-423-13129-2