„Hier spricht der Koch / Keine Einheitssoße: Antwort auf Michael Krüger“ heißt der Beitrag heute in der FAZ, mit demRandom House-Geschäftsführer Klaus Eck als „einer der Köche“ der von Michael Krüger „beschworenen Einheitssoße“ der Bücher der Verlagsgruppe Random House antwortet (FAZ v. 15.5.[mehr…]) – und mit der „eigenartigen Mär“ aufräumen will, hier „kaufe sich ein Riese Verlag um Verlag, unfähig zur Eigenentwicklung, alles um der lieben Marktmacht willen, als sei Größe das alleinige Ziel.“
Michael Krüger wisse als Verleger von Hanser, Zsolnay, Sanssouci oder Nagel & Kimche und von Kinder und Jugendbüchern (und dazu noch gestützt durch einen Fachverlag und als einer der Hauptgesellschafter des Deutschen Taschenbuch Verlags) durchaus, dass beider Impetus „wohl eher das kreative Gestalten, der Auf und Ausbau von Verlagen, die Heimat für unterschiedlichste Autoren sind“.
Dies genau beschreibe auch das Handeln der Random House-Gruppe, dass mit Sextechniken“, die Michael Krüger so genüßlich zitere, vielleicht mehr Spaß mache, aber „ganz sicher nicht unser Schlüssel für verlegerischen und unternehmerischen Erfolg“ sei.
Eck wird dann aber härter: „Muss ich nicht unsere Autoren vor solchen Pamphleten wie dem von Michael Krüger in Schutz nehmen‘? Wo sind hier die Plattmacher, wo die Marktaufkäufer? Ja, ich gestehe, vor zwei Jahren haben wir den Luchterhand Verlag erworben. Und? da bin ich mir ziemlich sicher, haben damit Sicherheit für seine Autoren geschaffen. Ich denke, auch hier ist ein Verlegerkollege uns dankbar, sich auf seine Autoren konzentrieren zu können, ohne das Damoklesschwert einer Schließung über sich zu spüren. Christa Wolf, Hanns Josef Ortheil, Antonio Lobe Antunes, Frank McCourt oder Anna Mitgutsch etwa sehen dies, soweit ich weiß, ganz ähnlich. Und der Berlin Verlag? Erworben und zurückgegeben. Auch in meinen Augen eine durchaus schmerzliche Kehrtwendung, die uns aber als die beste aller möglichen Lösungen erschien – zu groß waren die unterschiedlichen Auffassungen von Verlagsarbeit und vielleicht auch zu unterschiedlich die Temperamente. Da stelle ich mich gern einer kritischen Diskussion….Verlegerische Unabhängigkeit ist in unserem Haus keine Leerformel.“