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Internationale Buchmesse in Seoul leidet unter SARS / Übereinkunft mit Korea als Gastland 2005

Stärker noch als die BookExpo America hatte die Internationale Buchmesse in Seoul an der Verbreitung des SARS-Virus zu leiden. Die Messorganisatoren verzeichneten einen deutlichen Rückgang der asiatischen Teilnehmer bei der koreanischen Buchmesse, die nach sechs Messetagen am Montag in der koreanischen Hauptstadt zu Ende ging.

Insgesamt stellten 129 koreanische und 66 ausländische Verlage aus knapp zwanzig Ländern auf der Messe aus. Besonders zahlreich waren Verlage vertreten, die sich mit der Programmsparte didaktische Spiele und Sprachlernprogramme an Kinder wenden. Entsprechend groß war auf der Messe die Besuchergruppe von Eltern mit Kindern.

Dank der Einladung des Koreanischen Verlegerverbandes präsentierten sich die deutschen Verlage S.Fischer und Suhrkamp sowie deren Tochterfirmen mit rund 400 Neuerscheinungen an einem deutschen Gemeinschaftsstand, den die Frankfurter Buchmesse organisierte.

Die Lizenz-Manager beider Häuser hatten Gelegenheit zu einer Vielzahl von Gesprächen mit koreanischen Verlagsvertretern. Der intensive Kontakt bestätigte einmal mehr die wichtige Rolle Koreas für die deutsche Buchbranche: In 2001 wurden 420 deutsche Titel ins Koreanische übersetzt. Damit war Südkorea nach Spanien der zweitstärkste Abnehmer deutscher Lizenzen.

Am Rande der Seouler Buchmesse führte Holger Ehling, der stellvertretende Direktor der Frankfurter Buchmesse, Gespräche mit dem koreanischen Kulturministerium und dem Vorstand des koreanischen Verlegerverbandes. Dabei wurde eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt, dass Korea sich bei der Frankfurter Buchmesse 2005 als Gastland präsentieren wird. Der Vertrag soll noch vor der Frankfurter Buchmesse 2003 unterzeichnet werden. „Mit Korea im Jahre 2005 findet die Reihe der Gastländer der Frankfurter Buchemesse eine überzeugende Fortsetzung, nachdem sich in diesem Jahr Russland und 2004 die Arabische Welt präsentieren wird“, sagte Ehling. Der stellvertretende Kulturminister Südkoreas, Oh Jee-chul, betonte: „Wir betrachten es als eine große Ehre und Herausforderung, dass Korea sich bei der Frankfurter Buchmesse präsentieren kann“.

Buchmesse-Direktor Volker Neumann hatte bei seinem Amtsantritt 2002 entschieden, dass entgegen vorheriger Planungen die Reihe der Gastländer weitergeführt wird. „Es ist uns in nur neun Monaten gelungen, zwei hochkarätige Gastländer für die Frankfurter Buchmesse zu gewinnen. Auch für die Jahre 2006 und 2007 werden wir noch vor Ende des Jahres Übereinkünfte mit Anwärtern erzielen“, ist sich Neumann sicher.

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