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Ab sofort jeden Monat bei BuchMarkt-Online: Medium und Website des Monats – Das Medium des Monats September: „Das Sozialmedium: Die Familie Luschinski“

Manchmal dauert es etwas länger, bis wir das Gute entdecken. Deshalb sind wir auch erst jetzt auf den ganz wunderbaren Band Liebe, Lügen, die Luschinskis (186 S., 11,50 E., Carlsen Verlag, http://www.carlsen.de) gestossen. Der Band der Autorin Iris Anna Otto (klingt wie ein Pseudonym, ist aber keins) ist bereits im letzten Jahr erschienen, aber Gott-sei-Dank setzen Bücher ja keinen Rost an – im Gegenteil. Es muss nur irgendwann einmal jemand die Stimme dafür erheben und schon wird aus dem vergessenen Klassiker der Geheimtipp der Saison. Wie so etwas geht, macht Elke Heidenreich ja gerade sehr schön vor. „Liebe, Lügen, die Luschinskis“ ist genau das Buch, dass wir brauchen, wenn wir mal wieder nicht weiter wissen. Der Ursprung allen Übels, das ist bei den Luschinkis genau wie im richtigen Leben, ist natürlich die Familie. Ben, Ruth und Monalena Luschinski, die 14jährigen Drillinge, wie sie verschiedener nicht sein könnten, versuchen sich, mal mit, mal ohne ihre getrennt lebenden Eltern, Viola und Thorsten, durchs Leben zu schlagen. Ben, abenteuerlustig, naturbegeistert und pragmatisch wird von Schlammbeißern in den Teich befördert und muss seinen betrunkenen Kumpel Jan aus Thorstens Weinkeller retten. Ruth, klug, belesen und überlegt ist vielleicht lesbisch, wenigstens behauptet das der Typ, der gerade mit ihrer Angehimmelten Schluss gemacht hat. Monalena, hüsch und ebenso konsum- wie mediengeil, will unbedingt berühmt werden, ob nun durch den TV-Emporkömmling Joschi oder Wuddi. Und von Eltern reden wir jetzt mal gar nicht! Absolut stilsichere Dialoge, feine Überzeichnungen und eine vorangetriebene Geschichte, machen aus den „Luschinskis“ den Rettungsanker für alle El tern und ihre pubertierenden Kinder. Selten so herzlich gelacht! Übrigens: Es gibt einen Vorläuferband – Die Luschinskis und für den Herbst ist ein 3. Band angekündigt: Kinder, Kinder, die Luschinkis (beide im Carlsen Verlag).

STEFAN BECHT

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