Der „Preis der Kritik“, den der Hamburger Hoffmann und Campe Verlag zum zweiten Mal verleiht, geht in diesem Jahr an den Literaturwissenschaftler, Essayisten und Kritiker Heinrich Detering.
Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen Wein und der bei Hoffmann und Campe erschienenen Düsseldorfer Werkausgabe Heinrich Heines dotiert.
Die Verleihung des Preises erfolgt am Freitag, 10. Oktober 2003, anlässlich des Buchmessenempfangs, den der Verlag im Frankfurter Main Tower gibt.
Mit dem 1959 in Neumünster geborenen Heinrich Detering wird einer der angesehensten Literaturwissenschaftler im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, ein „homme de lettres“, der wissenschaftliche Präzision und klar abwägendes Urteil stilistisch brillant miteinander verknüpft. Heinrich Detering, der seit 1995 als Professor für Neuere Deutsche Literatur und Neuere Nordische Literaturen an der Universität Kiel lehrt, hat sich in großen Monografien unter anderem mit Wilhelm Raabe, Hans Christian Andersen und Thomas Mann auseinander gesetzt; er ist zudem Mitherausgeber der „Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe“ Thomas Manns und Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft.
Seit Anfang der neunziger Jahre arbeitet Detering als Kritiker und Essayist, vor allem für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Literaturen“. Das Spektrum seiner Aufsätze reicht von Peter Handke und Philip Roth bis zu Max Goldt, Javier Marías, Allen Ginsberg und W. G. Sebald. Und für Reclams „Rock-Klassiker“ (2003) porträtierte Detering in einem ausführlichen Essay das Werk Bob Dylans.







