Der gestrige „Hamburg“- Teil der WELT bringt ein herausragendes Exemplum für den in unserer Branche herrschenden Gemeinschaftsgeist zur Kenntnis. Ich zitiere: „Eine bessere Werbung hätte sich Dieter Bohlen kaum wünschen können. Nach dem Auslieferungsstop für sein zweites Buch „ Hinter den Kulissen“ gab es in Hamburg einen wahren Run auf das Buch. Schon mittags war es in vielen Buchhandlungen ausverkauft. „Die Nachfrage war riesengross“, sagt die Filialleiterin des Kurt Heymann Buchzentrums, Susanne Lalowski. Allein in ihrer Filiale seien fast 100 Exemplare verkauft worden…. Nur die Thalia-Buchhandlung verkaufte das Buch nicht.“
Thalia hat sich an die Einstweilige Verfügung gehalten, die am Donnerstag erlassen worden war – wohl weil sie als Marktführer besonders im Visier steht und die EV dem Vernehmen nach wie einige andere Filialisten des Grossbuchhandels obendrein wohl auch noch direkt zugestellt bekommen hatte.
Womit einmal mehr bewiesen wäre, dass in unserer Branche Solidarität immer dann gefordert wird, wenn sie „mir“ nützt und dann verworfen wird, wenn sie „mir“ schadet.