Bezüglich des in einigen Pressemeldungen bezeichneten Zusammenhanges zwischen der Ansprache von MdB Martin Hohmann und dem erst kürzlich in deutscher Sprache erschienenen 2. Band von Alexander Solschenizyn „Zweihundert Jahre zusammen“, der die Stellung und Rolle der Juden in der Sowjetunion behandelt, verweist der Verlag auf den Protest des Autors gegen jede Instrumentalisierung seines Werkes. Solschenizyn hat sich bei der Schilderung des russisch-jüdischen Zusammenlebens mehrfach und ausdrücklich jeder Schuldzuweisung nach der einen wie nach der anderen Seite enthalten. Seine Absicht war, einer neuen Völkerverständigung den Weg zu ebnen(NZZ vom 17.02.2003) und deutlich zu machen, daß jedes Volk die moralische Verantwortung für seine Vergangenheit zu übernehmen hat. Sein Credo, frei nach Voltaire: Es gibt keine unbestrittene Wahrheit!
Jan-Andres Schulze
Pressereferent Politik/Zeitgeschichte
Buchverlage Langen Müller Herbig
Masih Alinejad hat den Paulskirchenpreis 2026 gewonnen
Am Abend des 31. März wurde die iranische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad mit dem Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Der Festakt fand in der Paulskirche statt, die Laudatio hielt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.