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Dr. Peter Bachem

Dr. Peter Bachem, Kölner Verleger und langjähriger Geschäftsführer der Firmengruppe J.P. Bachem, ist am 31. Januar im Alter von 74 Jahren verstorben. Dr. Bachem, der zu den wegweisenden Persönlichkeiten in der Kirchenpresse gehörte, hatte das Familienunternehmen von 1964 bis 1989 in der fünften Generation 25 Jahre lang geleitet.

Der promovierte Jurist und Diplom-Kaufmann erlernte nach Abschluss seiner Studien die Arbeit des Verlagswesens von der Pike auf. Zunächst absolvierte er ein Volontariat beim Echter-Verlag in Würzburg und beim Carl-Hanser-Verlag in München. Seine verlegerisch prägenden Jahre vebrachte er beim Jakob Hegner Verlag. Dort befasste er sich vorrangig mit dem Medium Buch. 1961 wurde Dr. Bachem Mitverleger bei Hegner; im darauf folgenden Jahr übernahm die alleinige Geschäftsführung.

Mit großer Liebe zum Brauchtum und zu seiner Vaterstadt Köln entwickelte er in den folgenden Jahrzehnten das Verlagsprogramm des Hauses Bachem. Die Umbrüche und Veränderungen in der Kirchenlandschaft und die daraus resultierenden Folgen für die Bistumspresse bildeten einen weiteren Schwerpunkt seines beruflichen wie auch persönlichen Engagements. Die Freude an der Gestaltung guter Bücher und das Gespür für interessante Themen zeichneten den Verleger auch über seine aktiven Jahre hinaus aus. Der Auf- und Ausbau des Druckereibereiches und der Grundstücksgesellschaft J.P. Bachem fielen ebenfalls in die Zeit seines Wirkens.

Über seinen beruflichen Wirkungskreis hinaus engagierte sich der Geschäftsmann und große Naturliebhaber Bachem in diversen Ehrenämter: 1968 wurde er Mitglied der Deutschen UNESCO Kommission. Lange Jahre gehörte er der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften an. Er war Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen großen Gesellschaften der Versicherungswirtschaft sowie der Kölner Bank und gehörte der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer an. Mehrere Jahre über war er zudem Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Katholische Presse.

Ein Freund der Literatur blieb Dr. Bachem bis zu seinem Tod. Das Zeitgeschehen verfolgte er auch nach seinen aktiven Berufsleben aufmerksam und kritisch. Die Entwicklung in der Kirchenpresse war ihm zeitlebens ein Herzensanliegen. Mit Dr. Bachem verliert die rheinische Medienlandschaft eine markante Verlegerpersönlichkeit.

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