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Konflikt im Börsenvereinsvorstand programmiert

Jetzt sickert doch langsam durch, was an sich schon nach einem Zitat in der FAZ hätte klar sein müssen – es schwelt ein Konflikt in Frankfurt, der sich zu einer Stichflamme auswirken kann.

Auf Nachfrage bestätigt BV-Vorstandsmitglied Ole Schultheis noch einmal, was er schon der FAZ gesagt hat: „Ja, der Börsenvereinsvorstand ist an keiner Stelle in die Überlegungen, die zur nicht erfolgten Vertragsverlängerung mit Buchmessedirektor Volker Neumann geführt hatten, involviert gewesen.“ Zwar sind genau aus diesem Grund zwei Ehrenamtliche in diesem Aufsichtsrat vertreten, damit die (branchen)politischen Interessen des Verbandes auch bei den Wirtschaftsbetrieben gewahrt werden – aber ein Konsens ist darüber nicht besprochen worden.

Was sich hinter dieser Aussage verbirgt, muss nicht groß übersetzt werden: Kein Geheimnis wohl, dass es längst einen Riss im amtierenden Bösenvereinsvorstand gibt. Dabei geht es derzeit weniger um die Frage, ob die Entscheidung des Aufsichtsrates gegen Volker Neumann richtig oder falsch war, sondern um den Stil der Verbandsarbeit, die nach Meinung der Mehrheit im Vorstand die Basis und Branchenkonsens ignoriert; offen wird von Verbandsführung nach Gutsherrenart gesprochen.

Sichtlich hat es in der „causa Neumann“ einen Alleingang von Vorsteher Dieter Schormann und seinem Stellvertreter Dr. Gottfried Honnefelder gegeben, der sich nicht auf die Zustimmung der restlichen Vorstandsmitglieder stützt und – wie die Reaktionen bisher zeigen – auch nicht dem Branchenkonsens entspricht.

Passend übrigens zum Thema gibt es ausgerechnet im heutigen Börsenblatt einen Aufsehen erregenden Artikel von Martin Spencker und Matthias Ulmer, der sich sehr kritisch und gründlich mit der derzeitigen Verbandsarbeit auseinandersetzt und einen offenen Brief [mehr…], der das zu bestätigen scheint.

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