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Random House will sich gegen Billigbibliotheken wehren

„Random House rüstet sich für Preisschlacht“, titelt im „Handelsblatt“ Hans-Peter Siebenhaar, zum neuen „Sport“ der Zeitungen „Bild“ und „Süddeutsche“, sich im Buchbereich mit Billigpreisen zu unterbieten. Deutschlands größtes Buchverlagshaus, die Bertelsmann-Tochter Random House, arbeitet mit Hochdruck daran, Abwehrstrategien gegen die neuen, mächtigen Konkurrenten zu entwickeln, schreibt das Blatt. Denn bei Random House sieht man die Rendite in Gefahr. „Durch Bild und Süddeutsche ist das Preisgefüge der Branche schwer getroffen“, klagt Klaus Eck, verlegerischer Geschäftsführer der Bertelsmann-Buchtochter. Die Bibliotheken der Zeitungshäuser böten mit 4,99 Euro ein gebundenes Buch fast zur Hälfte eines Taschenbuches an. Der durchschnittliche Preis eines Paperbacks liegt in Deutschland bei 8,20 Euro.

Random House will den Zeitungsverlegern das Feld nicht kampflos überlassen. „Die Verlage werden in den nächsten Monaten kreativ darauf reagieren“, sagte Eck dem „Handelsblatt“. Als ersten Schritt kündigte er an, weitere Abdruckrechte für die Billig-Bücherreihe der „Bild“-Zeitung“ auf den Prüfstand zu stellen. Springer hatte von Heyne drei Lizenzen für die „Bild Bestseller Bibliothek“ erworben. Pikanterweise hatte Random House den Heyne-Verlag erst im November letzten Jahres von Springer gekauft. Der „Bild“-Konzern war zum damaligen Zeitpunkt noch der Ansicht, sich vom wenig renditestarken Buchgeschäft verabschieden zu wollen.

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