Vor gut einem Jahr präsentierten sich die Verlage Leske+Budrich und Westdeutscher

Verlag der Öffentlichkeit erstmals als VS Verlag für Sozialwissenschaften. [mehr…] Der von Edmund Budrich (damals Inhaber des Verlags Leske+Budrich) und Dr. Heinz Weinheimer (damals Verlagsleiter Westdeutscher Verlag) eingeschlagene Weg hat sich als erfolgreich erwiesen. Um die publizistische Zukunft seiner Programme zu sichern, die er in über 30 Jahren aufgebaut hatte, entschied sich Edmund Budrich im Jahr 2003 zum Verkauf seines Verlags. Budrich, der die Fusion mit seiner langjährigen verlegerischen Erfahrung das erste Jahr begleitet hat, scheidet nun planmäßig zum Jahresende als Verlegerischer Leiter aus dem Unternehmen.
In einem Schreiben an seine Autoren und Wegbegleiter schreibt Budrich: Meine Absicht beim Verkauf von Leske+Budrich war es, Ihren Büchern auf Dauer eine wirtschaftlich stabile Plattform und eine zuverlässige verlegerische Dienstleistung zu sichern. Der weltweit arbeitende Verlag Springer SBM als „Mutterschiff“ und der dort zugehörige und mit uns thematisch verwandte Westdeutsche Verlag als operative Arbeitsgruppe schienen mir die Gewähr für die Realisierung dieser Absicht zu bieten. Lebensdauer und Arbeitsfähigkeit des Konzernunternehmens sind zeitlich weniger limitiert als die des individuellen Verlegers, und auch die Anfälligkeit des Konzerns gegenüber schlechten Konjunkturen dürfte weitaus geringer sein als die des kleineren Verlages, auch wenn dieser in seinem Fach der größte war.
Die insgesamt doch nicht ganz so einfache Zusammenführung der beiden Verlagsorganismen Westdeutscher Verlag und Leske + Budrich ist nun abgeschlossen. Für mich besteht deshalb kein Grund, länger auf die für die Dauer des Übergangs preisgegebene persönliche Selbstständigkeit zu verzichten, mit der ich drei Jahrzehnte lang als Verleger meine größeren und kleineren Aufgaben angepackt habe.
Wenn ich mich heute von Ihnen also als „Verlegerischer Leiter“ des Verlages für Sozialwissenschaften verabschiede, so hoffe ich, dass dies kein Abschied für immer sein wird. Zwar werde ich speziell als Verleger vorerst nicht mehr tätig sein, wohl aber in verwandten Bereichen. Die Sozialwissenschaften waren für mich stets mehr als der „content“ für einen Bucheinband. Deshalb endet mein Engagement hier auch nicht mit dem Ende des Verlagsmanagements. So kommt es, dass ich sicher bin, viele von Ihnen weiterhin zu treffen. Darauf freue ich mich. Ich wünsche Ihnen heute ein gutes Jahr 2005 und viel Erfolg mit Ihren Veröffentlichungen.