Dirk Rumberg, Initiator der SZ-Bibliothek, die seit über einem Jahr die Branche beschäftigt (auch durch ihren sensationellen Erfolg und seine Folgen) hat sich heute zum Auslaufen der ersten Staffel und den damit verbundenen Irritationen [mehr…]zu Wort gemeldet – Anlass für unsere drei Fragen:
Kommende Woche wird mit dem Erscheinen von Band 50 die SZ-Bibliothek komplett sein. Warum ist es nicht richtig, jetzt zu remittieren?
Dazu gibt es überhaupt keinen Anlass, es sei denn, der Handel will anderen

Wettbewerbern das Geschäft überlassen. Wir starten nämlich noch einmal eine Marketing-Offensive, von der der Handel profitieren wird. Denn jetzt erst steht die SZ-Bibliothek dann endlich vollständig in den Buchhandlungen. Wir bereiten gerade Material zur Unterstützung des Verkaufes am POS vor, sowohl für Einzelbände als auch für die Gesamtbibliothek.
Aber das Geschäft ist doch jetzt zu Ende?
Eine solche Aktion hat immer einen begrenzten Zeitraum, sonst ist es ja keine Aktion. Daher werden wir sicherlich auch nicht unbegrenzt nachdrucken. Aber zur Zeit haben wir noch alle Bände auf Lager und sind in jeder Hinsicht lieferfähig. Das wird auch in den kommenden Monaten der Fall sein. Im übrigen gehen wir davon aus, dass der Buchhandel auch in der zweiten Jahreshälfte noch viele Bände der SZ-Bibliothek an seine Kunden verkaufen wird.
Wie bewerten Sie im Rückblick das ganze Projekt?
Wir haben bis heute fast 10 Millionen Bände der SZ-Bibliothek verkauft. Dank der großen Unterstützung vieler Buchhändlerinnen und Buchhändler weit über die Hälfte davon über den Buchhandel. Auch unsere Klassik-Edition, der Klavier Kaiser, war mit bisher über 70.000 verkauften Boxen sehr erfolgreich und wurde weit überproportional über den Buchhandel abgesetzt. Auch hier haben wir mehr als 50 Prozent über den Buchhandel verkauft. Das macht uns besonders stolz: Bei anderen Klassik-CDs hat der Buchhandel einen Marktanteil von rund zwei Prozent. Beide Produkte sind auch weiterhin lieferbar und werden auch weiterhin von uns beworben, zusätzlich zu der neuen Sammel-Reihe, die wir in diesen Tagen starten – der SZ-Cinemathek.