Gestern hat der neue BERTELSMANN CLUB-Chef Marc-Oliver Sommer [mehr…] die Mitarbeiter in Rheda über die Neuformation des Clubs informiert. Es gibt jetzt ein von der Geschäftsleitung beratenes Konzept, das nun mit dem Betriebsrat im Einzelnen diskutiert werden wird. Ziel ist, bis Ende März fertig zu sein und in die Umsetzung gehen zu können.
Das Konzept sieht eine Aufgliederung der Club-Funktionen Service (Supply Chain Management, IT-Steuerung etc.), Betreuung (insbesondere Call Center), Vertrieb (Filialsteuerung) sowie Marketing und Programm in eigenständige und wettbewerbsfähige Einheiten vor.
Für die Einheiten Service, Betreuung und Vertrieb gilt das Ziel, sie am Standort Rheda und Umgebung zu belassen. (Also rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).
Die Einheit Programm und Marketing wird mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an einen großen deutschen Kultur- und Verlagsstandort umziehen. Hatte man im Januar noch über den Standort München spekuliert [mehr…] liegt jetzt die Präferenz der Geschäftsleitung bei Berlin und war deshalb auch schon Thema im TAGESSPIEGEL (s. link unten). Marc Oliver Sommer vertritt die Meinung, dass der Club als Kulturinstitution – wie es in allen anderen internationalen Clubs heute Praxis ist – an einen lebendigen Metropolstandort ziehen muss, um dort im engen Kontakt mit den Autoren, Verlagen und Kreativen die Buchwelt mitzuprägen.
Dazu wird sich, das ist jetzt auch bekannt gegeben worden, der Club von rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen müssen. Club Sprecher Gerd Koslowski: „Allerdings ist es gemeinsames Ziel von Geschäftsleitung und Betriebsrat auf betriebsbedingte Kündigungen in diesem Zusammenhang zu verzichten. Es soll der gesamte Prozess im partnerschaftlichen Stile auf der Basis der Bertelsmann-Unternehmenskultur gestaltet werden. “
Insgesamt will der Club in diesem Jahr einen deutlichen zweistelligen Millionenbetrag einsparen, um mehr in die Neumitgliederwerbung und die Attraktivität des Clubgeschäftes investieren zu können. Koslowski: „Für uns ist diese Neuformation ein klares Signal des Aufbruchs“.
Mehr wird man erst Ende März wissen, wenn das Konzept steht und mit dem Betriebsrat besprochen ist und somit umsetzungsreif ist.