Wir wollen mal probieren, ob das klappt und gern regelmäßig solche Tipps von Ihnen veröffentlichen (müssen wie dieser hier nicht unbedingt neu sein). Welches aber könnte IHR Lieblingsbuch sein? Wenn Ihnen ein paar (wenige) prägnante Zeilen und Verkaufsargumente dazu einfallen, mailen Sie uns die? Mal sehen, wie die Resonanz ist. Wenn es zuviel wird, machen wirs nicht – und wenn nix kommt auch nicht. Oder wir (oder SIE) haben eine dritte und bessere Idee, die hierher passt?
Diesen Tipp schickte Ulrich Sonnenberg, allerdings erst auf mein Drängen hin:
„Du fragst , warum Du Jurek Becker Briefe (Jurek Becker, „Ihr Unvergleichlichen“. Briefe. 444 Seiten. Frankfurt a.M. 2005, Suhrkamp) lesen sollst? Ganz schlicht, weil die Lektüre einfach hochvergnüglich ist. Wer schreibt heute noch solche Briefe an seinen Verleger: „Lieber Siegfried, (…) Vor wenigen Tagen erhielt ich die Suhrkamp Programmvorschau 1982/2. Auf der Frontseite sind die Fotos derjenigen zwölf Autoren zu sehen, die der Verlag als seine wichtigsten für den Programmzeitraum empfiehlt und vorstellt. Mein Foto ist nicht darunter. Ich will Dir dazu mitteilen, daß ich eine solche Demütigung nicht stillschweigend einstecken werde.“ Und solche an die Sekretärin des Verlegers: „Liebe Burgel Zeeh, (…) Auf meinem Feuer aber kocht schon jetzt ein ziemlich großer Topf voll Sehnsucht, und Sie sind eine feine Zutat mittendrin.“ Abgesehen von all den übrigen ernsten, heiteren, wütenden und besänftigenden Briefen an das Politbüro der DDR, die Polizei von Delmenhorst, Marcel Reich-Ranicki, Wolf Biermann und, und, und. Es würde mich sehr wundern, wenn Dir der Band keinen Spaß machen würde. “
Und Ihr Lieblingsbuch?