Angesagte Revolutionen [mehr…] finden selten statt, und wohl fast gar nicht in unserem Nachbarland Österreich:
Bei der Wirtschaftskammer-Wahl 2005 konnte die Liste Kernstock-Wirtschaftsbund/ÖVP dank der Wahlarithmetik die absolute Mandatsanzahl behalten (8 von 15). Allerdings: Erstmals in der Geschichte wurde die absolute Mehrheit an Stimmen nicht erreicht.
Und: Österreichweit fuhr Kernstock das absolut schwächste Ergebnis für den Wirtschaftsbund in der Buch- und Medienwirtschaft ein: Mit 47,38% liegt er weit hinter seinen Bundesländerkollegen zurück, die immerhin – mit Ausnahme von Kärnten – zwischen 70 bis über 80% Zustimmung erheischten.
Zwischenzeitlich taucht seitens der Bundesländer deshalb schon die Frage auf, warum ausgerechnet der an Stimmenanzahl schwächste Fachgruppenobmann den Aufstieg zum bundesweiten Obmann des Fachverbandes machen soll.
In Wien legten die Sozialdemokraten von zwei auf drei Mandatezu, die Grünen hielten ihren Mandatsstand von drei und die „Blauen“ der freiheitliche Wirtschaftsverbund, reduzierten sich gemäß der vorhandenen politischen Tendenz auf Null.
Die erstmals angetretene, von Parteien unabhängige Liste „Branchenarbeit statt Parteipolitik“ um Günther Reisenauer erreichte immerhin fast 10% der Wählerstimmen, was sich jedoch nur mit einem Mandat niederschlug. Kommentar Reisenauer: “ Der Leidensdruck des Wiener Buchhandels hält offenbar noch einiges aus, aber dennoch, es ist einiges in Bewegung gekommen“.