Ein Österreicher in der Schweiz mit einem deutschen Orden geehrt – das gibts nicht so oft: Wie erst jetzt bekannt wird, ist Johannes Mario Simmel (80) in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden.
Mit der Verleihung wird nicht nur das literarische Werk von Johannes Mario Simmel gewürdigt sondern auch seine herausragende Rolle als kritischer Mahner gegen Rassenhass und jede Art von Faschismus, als Fürsprecher von Toleranz, Menschenrechten, Völkerverständigung und Frieden.
Johannes Mario Simmel, 1924 in Wien geboren, gehört mit seinen brillant erzählten zeit- und gesellschaftskritischen Romanen und Kinderbüchern zu den international erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart:
Sein erster Roman „Mich wundert, dass ich so fröhlich bin“, brachte ihm 1949 eine Einladung des renommierten Literatenzirkels „Gruppe 47“. Bis heute liegen von dem seit 40 Jahren beim Droemer Verlag publizierten Autor 30 Romane, Erzählungen und Jugendbücher vor. Mit „Es muß nicht immer Kaviar sein“ (1960) gelang ihm endgültig der Durchbruch. Es folgten Bestseller-Erfolge wie „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ (1970) und „Doch mit den Clowns kamen die Tränen“ (1987). Insgesamt zwölf seiner Romane wurden verfilmt oder für das Fernsehen bearbeitet. Die Werke von Johannes Mario Simmel sind in 40 Ländern erschienen, die Gesamtauflage weltweit liegt bei 75 Millionen Exemplaren.
Johannes Mario Simmel ist Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, des Großen Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich und wurde mit vielen anderen Preisen geehrt, u.a. dem „Award of Excellence“ der Society of Writers bei den Vereinten Nationen.
Am 7. April feiert der Autor, der seit zwei Jahrzehnten in der Schweiz lebt und derzeit an seinem neuen Roman schreibt, seinen 81. Geburtstag.