Kaum jemand hat sich, auf der geistigen Ebene, derart intensiv mit dem Thema Terrorismus auseinandergesetzt, wie der Soziologe und Rechtswissenschaftler Peter Waldmann. Sein Buch Terrorismus – Provokation der Macht (260 Seiten, 19,90 Euro), das der Murmann Verlag http://www.murmann-verlag.de in diesem Monat in überarbeiteter und erweiterter Neuausgabe vorlegt, darf als das Standardwerk schlechthin oder auch als „die Grammatik der Gewalt“ bezeichnet werden. Die Kernaussage lautet: „Terrorismus ist primär eine Kommunikationsstrategie“.
Ganz wenige Menschen haben den Terrorismus so hautnah erlebt und überlebt, wie Jan Philipp Reemtsma, der entführt und wochenlang gefangen gehalten wurde. Wir erinnern uns: Eine ganz wichtige Rolle spielte damals das vollständige Fehlen jedweder Öffentlichkeit für diesen terroristischen Akt an Leib und Seele, bis zur Befreiung bzw. Auslösung von Reemtsma. Eine bis dahin einmalige Kommunikationsstrategie.
Nun treffen der Theoretiker, Peter Waldmann, und das Opfer des Terrorismus, der Literaturwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma, am Dienstag, den 14. Juni 2005, um 20.00 Uhr im Hamburger Institut für Sozialforschung http://www.his-online.de, Mittelweg 36, aufeinander. Der Eintritt ist frei, vorgestellt wird Waldmanns Buch und richtig gespannt dürfen wir sein auf das (Streit-) Gespräch zwischen Reemtsma und Waldmann.
STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de