
Rund 30 Angehörige der Mitgliedsfirmen der Arbeitsgemeinschaft von Jungendbuchverlagen (avj) waren am vergangenen Donnerstag und Freitag zur avj-Hauptversammlung in die Lutherstadt Wittenberg gereist.
Nach der Begrüßung durch den avj-Vorsitzenden Klaus Willberg (Thienemann) und dem Bericht der Schatzmeisterin Renate Reichstein (Verlagsgruppe Oetinger) wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
Auf der Agenda stand u.a. der Austritt der avj aus dem Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) zum 31. Dezember. Grund hierfür, so Willberg, wie bereits bei der letztjährigen HV diskutiert: Die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises, für die der AKJ verantwortlich ist, entspreche trotz mehrfach geäußerter Kritik nach wie vor nicht dem Wunsch eines öffentlichkeitswirksamen Auftritts für die Kinder- und Jugendliteratur. Einer Bereitschaft zur Zusammenarbeit von avj und AKJ stehe die Kündigung jedoch nicht im Weg.
Dazu nahm u.a. Anne Schieckel (dtv junior, Vorstandsmitglied des AKJ) Stellung. Der AKJ habe bereits Änderungen bei der Preisverleihung begonnen, zudem soll in diesem Jahr der Deutsche Jugendliteraturpreis erstmals in einem anderem Raum, im Kongresscenter der Frankfurter Buchmesse, stattfinden.
Schieckel appellierte an die avj-Mitglieder, die Kündigung zu überdenken. Vor allem in Richtung Buchhandel brauche der AKJ die Verlage.
Die HV beschloss schließlich, die Kündigung aufrechtzuerhalten, auf der nächsten HV (die im Umfeld der Buchhändlertage 06 in Berlin geplant ist) jedoch neu darüber zu beraten. Im kommenden Jahr wird auch der avj-Vorstand neu gewählt. Der Wahlausschuss (Wolfgang Foerster, Coppenrath und Gerold Anrich, Der Kinderbuchverlag / Beltz & Gelberg) nimmt Vorschläge entgegen.