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Börsenverein von BAG/Zanolli Finanzierung kaum betroffen

Dass die BAG den Börsenverein in eine finanzielle Krise stürzen könne – das ist eine Fama, die sich selbst bei altgedienten BV-Ehrenamtlichen hält.

Denn die BAG hat (im Gegensatz zur landläufigen Meinung) firmenrechtlich so gut wie kaum was mit dem BV zu tun: Das einzige Band dazwischen ist die 10 % Beteiligung der BV-Tochter MVB an der BAG…..

… das ist uns gearde beim Nachrechnen zweier Meldungen des Langendorf-Dienstes www.langendorfs-dienst.de aufgefallen. Der hat sich (vermutlich nur ein Tippfehler) kräftig in der Größenordnung des Abwicklungsvolumens der BAG vertan:

Boris Langendorf schreibt zu Recht: „Ohne Zahlen zu nennen, zeigte sich das Management der BAG auf der Mitgliederversammlung des Vereins für buchhändlerischen Abrechnungsverkehr zuversichtlich, die Zanolli-Insolvenz ohne Schaden zu bestehen. Klaus Jost: „Wir haben keine Investments getätigt und keine Kredite vergeben“. …Als Folge der Probleme des MA-Großhändlers rechnet die BAG mit einer Erhöhung der Rückschlüsselungsquote von zuletzt 0,43% auf 0,8 bis 0,9%. Der absolute Betrag nicht einbringbarer Forderungen würde sich damit von 3 Mio Euro (2004) auf rund 6 Mio verdoppeln – diese Ausfälle bleiben also an den Verlagen hängen. Gar keine Zahlen gab es unter Berufung auf den kreditwesenrechtlichen Status zur Auswirkung des Falles Zanolli auf die BAG-Schwesterfirma Factoring-Gesellschaft Media, die mit eigenem Geld drin hängt. BAG-Geschäftsführer Klaus Jost beruhigt aber: „Wir sind so aufgestellt, dass wir die Dinge ordentlich abwickeln können“. …. 2004 habe die BAG Verlagsrechnungen in der Summe von 70 Millionen Euro abgerechnet, gegenüber 2003 ein Rückgang von 4,8% (Vorjahr: minus 6,1%).“

Das ist, wie ein Blick in die ZAhlen zeigt, nicht ganz richtig: Es fehlt eine Null, das Abrechnungsvolumen der BAG liegt bei 700 Mio Euro…. irgendiwe klingt das beruhigend.

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