Überraschend ist heute bekannt geworden, dass Dr. Hendrik Markgraf (Foto), seit acht

Jahren Chefredakteur des Börsenblattes, zum 1. Oktober eine neue Aufgabe übernimmt [mehr…]. Anlass für unsere drei Fragen an einen Kollegen, mit dem es trotz beinhartem Wettbewerbs nie einen Konflikt gegeben hat (und künftig schon gar nicht, wie seine letzte Antwort verrät: Da gibt es durchaus auch gemeinsame Interessen)
Christian von Zittwitz: Unter Ihrer Aegide hat sich das Börsenblatt erstmals in seiner Geschichte wirklich dramatisch verändert , eine Leistung, der man Respekt zollen muss. Was war dabei am schwersten?
Dr. Hendrik Markgraf: Das war ein langer Veränderungsprozess mit anfangs mehreren Baustellen. Die Veränderungsbereitschaft war von Beginn an jedoch vorhanden und weitete sich in den letzten Jahren immer weiter aus, so dass ich mit meiner Mannschaft das Blatt dahin bingen konnte, wo es heute steht.
Warum gehen Sie jetzt, haben Sie keine Lust mehr?
Das ist nicht das erste Mal, dass ich von einem Blatt zum anderen wechsel, zum „Börsenblatt“ kam ich ja nach zehn Jahren FAZ. Das Börsenblatt steht tadellos da – journalistisch und wirtschaftlich. Jetzt habe ich wieder Lust auf etwas Neues: eine andere, spannende Branche, zwei attraktive Blätter, eine Wochenzeitung („AHGZ“) und eine Zeitschrift („Der Hotelier“) – ein interessantes Feld für einen leidenschaftlichen Zeitungs- und Zeitschriftenmacher.
Tut der Abschied wenigstens weh? Was werden Sie vermissen?
Scheiden tut immer weh. Aber da ist vor allem die Freude auf die neue Aufgabe. Vermissen werde ich das tolle Team, mit dem ich zusammenarbeite, und an dieser wunderbaren Branche die vielen Begegnungen und Gespräche mit Buchhändlern und Verlegern. Aber das Buch ist für mich ja nicht aus der Welt, auch nicht die Verlage und Buchhandlungen. Da lassen sich durchaus neue Begegnungen denken: bei einer Lesung im Hotel oder angesichts einer Neuerscheinung zum Thema Gastronomie. Oder bei einem Glas Wein in der Weinabteilung der Buchhhandlung Ihrer Frau.