CVK hat es im Moment wirklich nicht leicht: Zu Problemen mit der Schulbuchauslieferung [mehr…] gibt es jetzt noch Stress mit ver.di: „Mitten in der Schulbuch-Hochsaison will die Gewerkschaft ver.di eine Vereinbarung bei CVK (Cornelsen Verlagskontor) erzwingen, die für Gewerkschaftsmitglieder eine Sonderbehandlung vorsieht, heißt es in einer von CVK veröffentlichten Pressemitteilung.
„Einen Warnstreik hat es in dieser Woche bereits für 4 Stunden gegeben, an dem sich etwa 60 Mitarbeiter/innen von insgesamt 320 Beschäftigten beteiligt haben. Und wenn die Geschäftsführung einer von der Gewerkschaft geforderten Verlängerung einer ‚Sondervereinbarung‘ nicht zustimmt, dann droht ver.di nächste Woche mit einem unbefristeten Streik.
Zum Hintergrund: Vor ca. 12 Jahren wechselte CVK vom Tarif für Buch- und Zeitschriftenverlage in NRW zum Tarifverband Groß- und Außenhandel. In diesem Zusammenhang wurde von der damaligen Geschäftsführung und der Gewerkschaft eine „Sondervereinbarung“ abgeschlossen, die bei Arbeitszeit und Mehrarbeitszuschlägen eine bessere Regelung vorsah als der neue Tarif und die Sonderregelungen für die damals Beschäftigten enthielt. Diese Vereinbarung möchte die Geschäftsführung nun auslaufen lassen – und zwar in sozialverträglichen Stufen –, um die Arbeitsbedingungen dem Wettbewerb anzupassen. Dazu Geschäftsführer Horst Keplinger in der Presseerklärung: „Ich möchte damit eine stärker leistungsorientierte Bezahlung ermöglichen.“
Hiergegen wehrt sich ver.di und fordert, die Regelung nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten zu lassen, die laut CVK 20 % unter der Belegschaft ausmachen. Eine solche unterschiedliche Behandlung lehnt Keplinger ab.