Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) haben in einer außerordentlichen Versammlung in der vergangenen Woche mehrheitlich für eine neue Organisationsstruktur des Verbandes gestimmt. Zur diesjährigen Hauptversammlung der avj Anfang Juni in Wittenberg [mehr…] hatte dieser Punkt noch nicht zur Diskussion gestanden.
Künftig wird neuer und ständiger Sitz der Geschäftsstelle der avj der Große Hirschgraben 17/21 in Frankfurt am Main (am Sitz des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) sein. Außerdem wird das Organ Geschäftsführung eingeführt. Die Stelle wird ausgeschrieben.
Der bisher übliche Umzug der Geschäftsstelle im Turnus von – je nach Amtsdauer der oder des Vorsitzenden – drei oder sechs Jahren entfällt damit ebenso wie die bisherige Position der Leitung der Geschäftsstelle. Susanne Ziemer, die diese bisherige Position innehat, war bereits vor der außerordentlichen Versammlung zum Jahresende gekündigt worden.
Die neue Struktur soll dazu dienen, die avj im direkten Umfeld von Partnerorganisationen wie Börsenverein des Deutschen Buchhandels, VdS Bildungsmedien oder Stiftung Lesen zu positionieren. Zum anderen möchte die avj mit der Einführung einer Geschäftsführung die Voraussetzung dafür schaffen, stärker als bisher Lobby-Arbeit im Sinne der Kinder- und Jugendbuchverlage sowie der Leseförderung leisten zu können.
Die zahlreichen administrativen Aufgaben, die bislang von der Geschäftstellenleitung bewältigt wurden, sollen künftig auch durch die Infrastruktur des neuen Sitzes im Großen Hirschgraben aufgefangen werden.
Klaus Willberg, Vorsitzender des Vorstandes der avj, führt als weiteren Grund für die Initiative des Vorstandes für die neue Organisationsstruktur der avj an: „Die Mitglieder des Vorstandes und des Beirates nehmen derzeit eine Vielzahl von operativen Aufgaben wahr. Diese sind mit den eigentlichen beruflichen Anforderungen der ehrenamtlichen Mitglieder dieser Gremien nur noch sehr schwer in Einklang zu bringen. Diese Situation führt zu einer Vernachlässigung der strategischen und konzeptionellen Arbeit für die avj. Vorstand und Beirat müssen daher operativ entlastet werden, um Zeit für diese ihre eigentliche Aufgabe in einem Verband zu haben.“