Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig hat in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig zum ersten Mal ihren Förderpreis Buchwissenschaft verliehen. Der Preis ging

an Claudia Halbmeier, Schülerin der Erlanger Buchwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Rautenberg.
Ausgezeichnet wurde eine umfassende Untersuchung zur Geschichte des Verlegerausschusses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in den Aufbaujahren der Bundesrepublik. Nach Einschätzung der Jury hat die Preisträgerin einen grundlegenden Forschungsbeitrag zum Wiederbeginn des organisierten Buchhandels nach 1945 geliefert. Insbesondere die akribische und erschöpfende Ermittlung und Auswertung von Akten und Archivalien hat das Lob der Juroren gefunden.
Schon 1925 hatte der Börsenverein des deutschen Buchhandels in Leipzig eine Professur für Buchhandelsbetriebslehre gestiftet. Die Einrichtung der modernen buchwissenschaftlichen Lehre und Forschung nach der Wende war ebenfalls unter maßgeblicher Förderung des deutschen Buchhandels zustande gekommen. Die Professur für Buchwissenschaft und Buchwirtschaft, übrigens die fünfte in der Bundesrepublik Deutschland, wurde 1995 Dietrich Kerlen übertragen. Zur Zeit ist die Professur vakant; ein Berufungsverfahren ist eingeleitet.
Der Förderpreis Buchwissenschaft wird jährlich an eine wissenschaftlich herausragende Studienabschlussarbeit vergeben und bundesweit sowie in Österreich und der Schweiz ausgelobt. Zukünftig wird der Preis im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen; das Preisgeld beträgt 2.500 Euro.
Im Bild von l.: Prof. Dr. Günter Bentele (Univ. Leipzig), Claudia Halbmeier (Preisträgerin, Erlangen), Peter Krakow (Vorstand der Sparkasse Leipzig), Heike Kerlen (Ehefrau von Prof. Dr. Dr. Dietrich Kerlen, Bünsdorf), Stephan Seeger (Geschäftsführer der Medienstiftung, Leipzig)