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Berlin: Die Akademie der Künste erhält die Brecht-Sammlung Victor N. Cohen

Heute übergibt der Berliner Kultursenator Thomas Flierl dem amtierenden Präsidenten der Akademie der Künste, Matthias Flügge, die Brecht-Sammlung Victor N. Cohen, den (vermutlich) letzten, noch völlig unbekannten Teilnachlass Bertolt Brechts. Wie die Akademie mitteilt, handelt es sich um die bedeutendste Erweiterung des Brecht-Archivs seit seiner Einrichtung.

Der neue Bestand enthält ungedruckte Manuskripte und Notizen, Korrespondenz, Pässe, Scheckhefte, Verträge, Rechnungen, Fotos und zahlreiche Dokumente zu Brechts Leben und Werk. Bedeutsam sind 140, in der Regel unpublizierte Briefe von Brecht und 220 Briefe an Brecht, ferner zahlreiche Briefe von und an Helene Weigel. Die Unterlagen stammen aus der Zeit des amerikanischen und Schweizer Exils. Sie befanden sich im Nachlass des gewerkschaftsnahen Journalisten und Werbefachmannes Victor N. Cohen. Unter den Korrespondenzpartnern sind Elisabeth Bergner, Stefan Brecht, Paul Dessau, William Dieterle, Alfred Döblin, Hanns Eisler, Lion Feuchtwanger, Christopher Isherwood, Kurt Kläber, Fritz Kortner, Wolfgang Langhoff, Heinrich Mann, Charles Laughton, Erwin Piscator, Peter Suhrkamp, Paul Tillich, Berthold Viertel und Carl Zuckmayer. Besonders wertvoll sind 36 handgeschriebene Briefe und drei Telegramme, die Brecht in den Jahren 1944 bis 1947 aus New York an Helene Weigel in Santa Monica gerichtet hat.

Der Bestand konnte mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, der DFG (Stifterverband Deutsche Wissenschaft) und aus Eigenmitteln der Akademie erworben werden.

Die Akademie der Künste im Internet: http://www.adk.de/

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