
Gegen 3 Uhr am Nachmittag begegnete ich gestern zum ersten Mal in meinem Leben dem Russen Wladimir Kaminer. Was plötzlich einsetzender Reichtum doch aus einem Menschen machen kann. Oder hatte der noch niemals anständige Manieren? Na egal, für seine Lesung stapelten sich die Leute jedenfalls mal wieder und – zugegeben – auf der Bühne ist er auch ziemlich gut.
Schön dann

Traudl Bünger, Götz Alsmann (v.l.)L
das Gegenteil: Menschen mit Bildung und gutem Benehmen. Ich treffe die lit.COLOGNE Allzweckwaffe Roger Willemsen und den „Zimmer Frei“ Moderator Götz Alsmann. Zusammen mit Robert DeNiro, alias Christian Brückner bringen sie die Uraufführung des Karl May Abends auf die Bühne. Das fanatisierte Publikum rastet schier aus, als die drei zum Schluss sogar noch ein Lied frei nach Piere Price singen. Den Text , der die Grundlage des Abend bildete, haben übrigens die lit.COLOGNE Leute selbst geschrieben. Traudl Bünger, seit diesem Jahr im Programmteam hat ihn verfasst.
Apropos lit.COLOGNE und Schreiben. Jetzt weiß ich, weshalb man Werner Köhler nicht zu fassen bekommt. Sein Verleger Helge Malchow hat mir verraten, dass er in den Schlusskorrekturen eines neuen Buches sitzt und in jeder freien Minute auf

seinem Hotelzimmer daran arbeitet. Damit ist Köhler wohl der einzige Autor weltweit mit eigenem Literaturfest. Das Buch erscheint im September bei Kiepenheuer unter dem Titel „Eine ganz normale Familie“. Bin gespannt und verzeihe dem Festivalchef hiermit offiziell sein Rar machen bei der Presse.
Im Café dann wieder der allabendliche Promiauflauf, bei dem sich zum Abschluss alle in den Armen lagen. Neben den oben erwähnten wurde Hannelore Hoger gesichtet. Elke Naters kam ebenso wie der US-Überraschungsnewcomer Dave King, der sein Buch „Homecoming“ zusammen mit Jan Josef Liefers vorstellte, der wiederum zu vorgerückter Stunde noch seinen Tatort Kollegen Axel Prahl umarmte, den wiederum die Festivalmacher sofort für die nächste lit. verpflichteten. Und dann kam doch tatsächlich noch Bernhard Schlink, der kaum auftritt und der sich auf Nachfrage enthusiastisch zur lit. bekennt. Von allen unbemerkt schleicht sich nach Mitternacht ein letzter Star in den Raum. Judith Holofernes, Frontfrau von „Wir sind Helden“ nimmt noch einen Absacker mit den Literaten.
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Morgen lesen sie an dieser Stelle alles über die große lit.COLOGNE Gala in der Kölner Philharmonie







