Es ist also doch was dran an den Gerüchten, die zur Leipziger Buchmesse hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurden: Es tue sich was beim DuMont-Literatur- und Kunstverlag, nämlich ein ziemlich großer personeller Kehraus.
Jetzt haben sich, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (S. 25) berichtet, Christian Döring und DuMont nach neun Jahren „in gegenseitigem Einvernehmen“ getrennt. Doch diese fast absehbare Personalie kommt nicht allein (Döring war mit Dr. Gottfried Honnefelder von Suhrkamp zu DuMont gewechselt, und bei Honnefelders Weggang [mehr…] wurde darüber spekuliert, ob Döring nicht sein Nachfolger werde.
Doch bei DuMont entschied man sich für Marcel Hartges von Rowohlt).
Auch DuMont-Vertriebschef Dr. Urban van Melis verabschiedet sich nach FAS-Informationen von Köln, um bei Carlsen anzudocken, und damit noch immer noch genug: Auch Maria Platte, Leiterin der Kunstsparte, soll ihren Hut genommen haben.
Klar, daß DuMont damit auch einige Autoren verliert: Arnold Stadler soll sich in Richtung S. Fischer orientiert haben, Thomas Hettches neuer Roman kommt bei KiWi. Freilich: Zugang gibt es auch: Helmut Kraussers neuer Roman erscheint nicht bei Rowohlt, sondern im Herbst bei DuMont.